Neue Trend-App Jodel erobert Fuldas Hochschul-Campus

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Die Trend-App Jodel erobert die Smartphones der Fuldaer Hochschulstudenten.

Fulda. Die Jagd nach "Gefällt-mir-Angaben" auf den Plattformen "Instagram", "Facebook" oder "Twitter" gehört für die meisten jungen Menschen in der Region schon längst zum Alltag. Jeder Schritt, Restaurantbesuch oder Drink wird sofort gepostet. Jedoch steht auf diesen Social-Media-Plattformen  vor allem der Verfasser des Posts im  Vordergrund und nicht dessen Botschaft. Sympathie spielt eine große Rolle.

Etwas  offenes und authentisches in der digitalen Welt, wollte der Erfinder der App "Jodel", Alessio Avellan Borgmeyer, schaffen. Mit der App "TellM", die er zuvor mit drei weiteren Kollegen gegründet hatte, welche aber nur auf Freunde und nicht auf den Standort beschränkt war, wurde der Grundstein für "Jodel" gelegt. Der Name kommt übrigens wirklich von dem allseits bekannten Jodeln. Das Besondere an der App ist nicht nur die Beschränkung auf den Standort des Nutzers, sondern auch, dass jeder Post anonym bleibt und so alle User den gleichen Ausgangspunkt für ihre Posts haben. Die App hat eine Reichweite von zehn Kilometern. Der Standort des Nutzers wird mit Hilfe der GPS-Ortung festgelegt. So kann der  User die Gedanken, Sprüche und Taten seiner Mitmenschen in der Nähe  ungefiltert nachlesen.

"Am Tag der Veröffentlichung im Oktober 2014 in Aachen wurde in der App fast minütlich etwas gepostet", berichtet Sarah Hernandez, Marketingleiterin bei "Jodel".  Die Anonymität ist nur einer der Vorteile die die App-User schätzen. Vor allem sei es der lokale Bezug den die User schätzen, so die Bewertung der User im Raum Fulda.Besonders bei Studenten ist die App, die laut Stand vom November 2015 eine  Million mal gedownloadet wurde, sehr beliebt. Nicht nur deutschlandweit bilden sich immer mehr "Jodel"-Communitys, sondern auch in Ländern wie Schweden, Dänemark und Österreich findet die App Fans.

Die kostenlose App für "IOS"- und "Android"-Geräte bietet dem Nutzer 'mal mehr ‘mal weniger sinnvolle Posts an. So sind gute Restaurantempfehlungen, witzige Sprüche oder auch der ein oder andere Meinungsaustausch sehr interessant und unterhaltsam. Aber es passiert auch durchaus, dass politisch unpassende oder sexistische  Kommentare einen Weg auf die Plattform finden. Bei diesen Posts sind vor allem die Nutzer gefragt. "Die User können alle Posts down- oder upvoten. Posts die mehrere Downvotes erhalten haben werden automatisch für die User gesperrt und sind  nur noch für den Verfasser sichtbar. Weiter können solche Kommentare bei den ,Jodel’-Mitarbeitern gemeldet werden", erklärt Hernandez. Bilder, die User auch online stellen können, würden vor der Veröffentlichung überprüft, damit beispielsweise kein pornographisches Material gepostet wird.

Eine App mit Informations-, Unterhaltungs- und  Meinungsfaktor, die ihren Wiedererkennungswert klar im bunten Design und im originellen Namen hat und wesentlich zur Kommunikation in Fulda beitragen kann. Um immer weiter an der App zu arbeiten, wurde das  "Jodel"-Team von zu Anfang drei Mitarbeitern auf rund 20 aufgestockt. Das Unternehmen verzichtet darauf, in der App Werbung zu schalten und finanziert sich ausschließlich durch Investoren. ",Jodel’ befindet sich im stetigen Wandel. Um die App immer weiterzuentwickeln, lassen wir uns von unseren  ,Jodlern’ inspirieren", sagt die Marketingleiterin.

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