Ein neuer Engel am Telefon

Pfarrerin Dagmar Scheer leitet seit März die „TelefonSeelsorge Fulda“.

Dagmar Scheer als Leiterin der „TelefonSeelsorge“ ins Amt eingeführt.

Fulda. Seit März ist Pfarrerin Dagmar Scheer die Leiterin der „TelefonSeelsorge Fulda“. Am Freitag wurde sie in einem Gottesdienst in der Christuskirche offiziell in ihr Amt eingeführt.

Pfarrerin Nicola Haupt, Leiterin des Referats Sonderseelsorge der kurhessischen Landeskirche, bescheinigte Dagmar Scheer hohe kommunikative Kompetenzen und viel Erfahrungen in der Seelsorge. Pfarrerin Scheer freut sich über ihre neue Aufgabe als Leiterin der „TelefonSeelsorge“. Zuvor war die Theologin 24 Jahre lang als Gemeindepfarrerin tätig, zuletzt an der Stadtkirche in Bad Hersfeld. „Auch in dieser Zeit habe ich Menschen in Krisensituationen begleitet,“ sagt sie. An ihrem Arbeitsplatz in der Fuldaer Innenstadt habe sie sich – trotz Pandemiebedingungen - schon gut eingelebt, berichtet die Pfarrerin. In Zeiten mit Kontaktverboten sei das Angebot der „TelefonSeelsorge“ wichtiger denn je. „Einsamkeit ist ein großes Thema,“ so die 56-jährige Seelsorgerin. Die Zahl der Anrufe sei durch die Pandemie bundesweit um 25 Prozent gestiegen.

Von „Engeln am Telefon,“ sprach der der Dekan des Kirchenkreises Fulda, Bengt Seeberg. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Telefonseelsorge brächten Licht in das Leben vieler Menschen. Die „TelefonSeelsorge“ ist eine Einrichtung des evangelischen Kirchenkreises Fulda in Kooperation mit dem Bistum Fulda. Die Arbeit wird von ca. 80 ehrenamtlichen Telefonseelsorgerinnen und -seelsorgern geleistet. „Unser Telefon ist rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche erreichbar,“ berichtet Scheer. Das Angebot stehe jedem offen, der ein seelsorgerliches Gespräch brauche. Anrufer könnten sicher sein, dass sie ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte finden. „Wir sichern den Anrufern Anonymität zu,“ sagt Scheer. Die Telefonseelsorger nehmen sich viel Zeit zum Zuhören. „Egal, ob es sich um große oder kleine Nöte handelt, die Menschen werden ernst genommen,“ sagt die Pfarrerin.

Als Leiterin der „TelefonSeelsorge“ ist es ihre Aufgabe, die ehrenamtlichen Mitarbeiter auszubilden und die Dienstpläne zu koordinieren. Im Januar startet ein neuer Ausbildungskurs, der Ehrenamtliche ein Jahr lang auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. „Es sind ganz besondere Menschen, die sich zum Telefonseelsorger ausbilden lassen,“ sagt Pfarrerin Scheer. Gemeinsam mit zwei weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern sorgt die Leiterin für gute Rahmenbedingungen: „Persönliche Begleitung und sorgfältige Einarbeitung in die Aufgabe und fachliche Fortbildung sind für die Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger wichtig. “

Nachdem ihr Mann eine Pfarrstelle an der Christuskirche angetreten hat, wird die Familie, zu der auch zwei erwachsene Töchter gehören, ihren Lebensmittelpunkt nach Fulda verlagern. Fulda habe ein südliches Flair, schwärmt die Pfarrerin. In ihrer neuen Heimat werde sie besonders die kulturellen Angebote und die kurzen Wege genießen.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Dr, Alois Rhiel, bescheinigte Pfarrerin Scheer, sie habe ihre Aufgabe mit viel Herzblut und einer spürbaren Glaubensüberzeugung begonnen. Die gesellschaftliche Wertschätzung für die Telefonseelsorge sei hoch und der Förderverein sehe seine Aufgabe darin, die Haupt- und Ehrenamtlichen bei ihrer wichtigen Aufgabe zu unterstützen.

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