Neuer Präsident beim Rotary Club Fulda

Prof. Dr. Robert Behr, der neue Rotary-Präsident.

Professor Dr. Robert Behr ist ein Jahr lang der neue Rotary-Präsident.

Fulda. Traditionell wechseln bei den sogenannten Serviceclubs im Sommer die Präsidenten. So auch beim „Rotary Club Fulda“, dem ältesten „Rotary Club“ der Stadtregion. Von seinem Vorgänger Manfred Kutter übernahm kürzlich Professor Dr. Robert Behr für ein Jahr den Staffelstab. In seiner Amtszeit will er eine Reihe von Projekten aus dem Themenkreis Naturschutz und Heimat verwirklichen.

Nach einem Jahr mit rund 40 regulären Clubtreffen und etlichen Sonderveranstaltungen endete nun die Präsidentschaft des Apothekers Manfred Kutter. Zu den Höhepunkten gehörte eine Studienfahrt zum „Unesco“-Weltkulturerbe Quedlinburg, mit dem Fulda durch die Machtübergabe von König Konrad an König Heinrich I historisch verbunden ist.

Die Zeit des Corona-Lockdowns, während der wochenlang keine regulären Wochentreffen stattfinden konnten, nutzten Kutter und sein Team zur Einführung virtueller Meetings per Videokonferenz. Mittlerweile finden beim „RC Fulda“ wieder reguläre Mitgliedertreffen statt, natürlich Corona-konform. Die Sozialprojekte des Clubs wurden durch die Pandemie nicht beeinflusst. Neben der „Rotary-Katastrophenhilfe Covid 19“ ist hier die von Kutter inszenierte finanzielle Unterstützung des Vereins „EinDollarBrille“ zu nennen. Dabei geht es um die augenoptische Grundversorgung in Entwicklungsländern. So kommen tausende Menschen mit Sehschwächen in den Genuss einer einfachen Brille.

Des Weiteren wurde das Gemeinschaftsprojekt aller drei Fuldaer „Rotary Clubs“ gegen die Stigmatisierung neurologisch Erkrankter an der Elfenbeinküste unterstützt. Nach herzlichem Dank an sein Team übergab Kutter auf der Abschiedsfeier die Amtskette an seinen Nachfolger Behr, dem er viel Erfolg in seinem Präsidentenjahr wünschte. Behr studierte Medizin an der „Justus-Liebig-Universität Gießen“, wechselte 1992 nach Würzburg und später Köln, bevor er 2001 die Leitung der Klinik für Neurochirurgie am „Klinikum Fulda“ übernahm.

Er stammt aus Bamberg und ist seit 2003 Mitglied des „RC Fulda“. In nunmehr 20 Jahren in der Region hat der Neu-Petersberger Fulda und das Umland schätzen und lieben gelernt, besonders die Rhön. Hier möchte Behr in seiner Amtszeit den Natur- und Artenschutz im „Unesco-Biosphärenreservat Rhön“ unterstützen. Konkret geht es um den Erhalt der gefährdeten Rhöner Birkhuhn-Population. Um die wichtige Arbeit der Wildbiologen zu unterstützen, finanziert der „Rotary Club Fulda“ ein elektronisches System, bei dem die Birkhühner mit kleinen Sendern versehen werden. So lassen sich Daten generieren, deren Auswertung wichtige Aufschlüsse über das Verhalten der Tiere gibt.

Zusätzlich wird der „RC Fulda“ im Frühjahr die Auswilderung von zwei Birkhuhn-Pärchen finanzieren. Ein weiteres zur Unterstützung durch den „Rotary Club“ vorgesehenes Projekt ist die Radwegekirche am Milseburg-Radweg. In einer Zeit, in der das Radfahren starken Aufschwung erlebt und lokale Freizeitaktivitäten gefragt sind, ist ein solcher Ort der spirituellen Einkehr mitten in der Natur wertvoll. Daneben sind zahlreiche Vorträge und Clubaktivitäten zum Thema Natur- und Artenschutz vorgesehen.

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