Neubau des OP- und Notfallzentrums am Klinikum Fulda auf der Zielgeraden 

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Beim Presserundgang: André Eydt, Peter Neidhardt, Prof. Werner Vogt, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel (von links)
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Inbetriebnahme des 69 Millionen Euro teuren Projekts ist für 2019 geplant / Enorme logistische Herausforderung

Fulda - Die Bauarbeiten auf Fuldas größter Baustelle, dem neuen OP- und Notfallzentrums des Klinikums Fulda, biegen auf die Zielgerade ein: Über 15 Firmen mit über 120 Mitarbeitern arbeiten derzeit auf Hochtouren am Innenausbau der rund 30.000 Quadratmeter. Dies wurde am Dienstagnachmittag bei einem Pressetermin deutlich.

Der Neubau liegt auch weiterhin exakt im Zeitplan. Die Inbetriebnahme ist für 2019 geplant. Insgesamt rund 69 Millionen Euro wird der Baukomplex kosten. Im November 2015 wurde der Bau mit dem offiziellen Spatenstich begonnen. Die Baufertigstellung ist für Ende des Jahres 2018 vorgesehen. Lediglich die zwei nachgezogenen Etagen (-U2 und 5.OG) werden erst im Jahr 2019 fertiggestellt.

 „Der Schwerpunkt liegt aktuell im Ausbau des OP-Bereichs mit den insgesamt 14 neuen OP-Sälen und dem Technikgeschoss“, so Vorstandssprecher Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel. Die Zentrale Notaufnahme, der Zentral-OP, die Intensivstationen, die Frauenklinik, die HNO-Klinik, die Neurochirurgie und die Urologie werden wie geplant in den Neubau umziehen. Daneben werden das Zentrallager, Teile der Verwaltung und die ZSVA im Neubau untergebracht. Aktuell sind die Arbeiter mit Hochdruck am Innenausbau tätig.

Die technischen Dimensionen sind gigantisch: 200 Lüftungs- und Brandschutzklappen, 45 Kilometer Wasser-, Heizungs- und Kälteleitungen, sechs Kilometer Abwasserleitungen, 1.500 medizinische Gasentnahmestellen, 4.800 Lampen und 100 Kilometer Cat-7-Duplex Netzwerkkabel für rund 5.000 EDV-Dosen. In den Neubau integriert werden zudem die Bestandsanlagen, wie beispielsweise die Rohrpostanlage und die Warentransportanlage.

Einen großen technischen Aufwand bereitet auch die Schaffung von Voraussetzungen für die Digitalisierung: Hierzu zählt die Implementierung der digitalen Patientenakte genauso wie die der digitalen Bildgebung, beispielsweise für das Herz-Katheterlabor oder das Röntgen. „Allein die benötigten Datenmengen für die radiologische Bildgebung sind unvorstellbar groß“, so Dr. Menzel.

Eine weitere besondere Herausforderung der Großbaustelle: sie läuft seit Baubeginn unabhängig vom Klinikalltag. „Die Baustelle befindet sich mitten auf dem Klinikum-Gelände, so dass die Logistik für die Baustelle bei laufendem Klinikbetrieb gewährleistet werden muss“, so André Eydt, Vorstand Administration. Eydt weiter: "In Spitzenzeiten sind bis zu 15 Lkw-Züge am Tag auf dem Gelände, um Material zu entladen. Das ist eine enorme logistische Herausforderung“.

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