"Nicht jammern": Ex-Ministerpräsident Bernhard Vogel besuchte "R+S Group" 

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Der ehemalige thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel (oben, Mitte) besuchte die „R+S Group“ in Fulda und ließ sich von Vorstandschef Markus Röhner (rechts) und Ralph Burkhardt aus der Konzernleitung durch die Fuldaer Zentrale führen.

Vor allem der Fachkräftemangel war Thema des Firmenbesuchs von Bernhard Vogel bei Markus Röhner.

Fulda - „Das Thema Personalmangel hat mich in meiner politischen Karriere immer wieder beschäftigt“, sagte Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident Thüringens und von Rheinland-Pfalz sowie Ehrenvorsitzender der „Konrad-Adenauer-Stiftung“. Am Montag war er bei der „R+S Group“ in Fulda zu Gast und informierte sich darüber, wie das Unternehmen mit dem zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland umgeht. „Man muss mehr dafür werben, dass das Handwerk goldenen Boden hat“, so Vogel. Man dürfe nicht der allgemeinen Meinung folgen, dass jemand mit Abitur und Studium später ein besseres Leben habe, erläuterte er unter anderem dem „R+S“-Vorstandschef Markus Röhner und Ralph Burkhardt aus der Konzernleitung.

Mehrere Standorte in Süd- und Osteuropa

Die „R+S Group“ selbst hat in mehreren osteuropäischen Ländern eigene Standorte, an denen neue Mitarbeiter rekrutiert und sowohl sprachlich als auch technisch auf den Einsatz in Deutschland vorbereitet werden, beispielsweise in Serbien, Kroatien, Polen, Ungarn, Bosnien-Herzegowina und Rumänien. Derzeit beschäftigt die Unternehmensgruppe 550 Facharbeiter aus EU- und 450 aus Nicht-EU-Ländern. „Man muss sich auch unter den Asylsuchenden und Flüchtlingen umschauen, um mögliche neue Fachkräfte zu gewinnen“, sagte Vogel. „Grundsätzlich müssen wir beim Thema Arbeitskräftemangel klug überlegen, wie wir damit fertig werden.“ Burkhardt sagte, dass man von Vogel gelernt habe, „vom Jammern wegzukommen und positiv an die Dinge herangehen“ solle. „Unsere Unternehmensgruppe könnte rund 60 Millionen mehr Umsatz erwirtschaften, wenn alle offenen Stellen besetzt wären“, so Röhner. Derzeit sind 720 Stellen, darunter 500 Monteurstellen, offen.

Privat oft Fulda besucht

Abseits des Geschäftlichen plauderte Vogel ein bisschen und erzählte, 1949 zum ersten Mal während eines Zeltlagers in Fulda geweilt zu haben. Damals sei Fulda eine „sehr uninteressante Stadt“ gewesen. Dies habe sich aber inzwischen geändert und heute nennt Vogel Fulda „eine der interessantesten Städte Deutschlands“. „Das hätte ich nie gedacht“, scherzte er am Ende seiner dreistündigen Visite in der Domstadt.

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