Noch geht Impfen ohne Termin in den osthessischen Impfzentren

Um die Zahl der Impfungen gegen das Coronavirus zu erhöhen, gibt es mobile Impfteams und vermehrt Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten. Die Impfzentren in Fulda und Alsfeld werden allerdings spätestens Ende September geschlossen.
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Um die Zahl der Impfungen gegen das Coronavirus zu erhöhen, gibt es mobile Impfteams und vermehrt Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten. Die Impfzentren in Fulda und Alsfeld werden allerdings spätestens Ende September geschlossen.

Schließung der Impfzentren in Fulda und Alsfeld im September. Wer übernimmt die Impfungen dann?

Osthessen. Laut Hessens Innenminister Peter Beuth werden alle 28 Impfzentren in Hessen spätestens Ende September geschlossen. Das betrifft auch das Impfzentrum in der Fuldaer „Esperantohalle“ und das in der Alsfelder „Hessenhalle“. Dies habe das hessische Corona-Kabinett beschlossen. Zukünftige Impfungen sollen dann von Haus- und Betriebsärzten vorgenommen werden. Zudem sollen mobile Impfteams die Corona-Impfungen an verschiedenen Orten ermöglichen.

Seit rund zwei Wochen sind die Terminierungs- und Registrierungsverfahren der Impfzentren in Fulda und Alsfeld eingestellt. Das bedeutet, dass alle impfwilligen Einwohner Hessens sich in einem Impfzentrum ihrer Wahl ohne vorherige Terminabsprache gegen COVID-19 impfen lassen können. Laut Landkreis Fulda würden aber bereits vereinbarte Impftermine bestehen bleiben. „Pro Tag stehen im Impfzentrum Fulda 150 zusätzliche Erstimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff zur Verfügung, die ohne vorherige Terminvereinbarung von Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Fulda wahrgenommen werden können. Dieses Angebot gilt montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. Mitzubringen sind Impfpass und Krankenkassenkarte sofern vorhanden) sowie Personalausweis beziehungsweise ein Ausweisdokument“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Laut Stand vom 8. August haben 61,8 Prozent der Einwohner des Landkreises eine Erstimpfung, 53,6 Prozent auch die zweite Impfung erhalten.

In Alsfeld wird derzeit samstags bis mittwochs von 9 bis 14 Uhr sowie donnerstags und freitags von 13 bis 18 Uhr der tagesaktuelle mRNA- Impfstoff „BioNTech“ oder „Moderna“) ohne vorherige Terminvereinbarung zur Verfügung gestellt. Auch dort ist die Impfung ohne Terminabsprache möglich. Wer allerdings sicher gehen will, kann auf www.impfpringer.der einen Impftermin im Alsfelder Impfzentrum vereinbaren. Nach ärztlicher Absprache ist dort auch die Impfung von Kindern ab zwölf Jahren möglich.

In einer Pressemitteilung des Landkreises sagt der dortige Leiter, Dr. Erich Wranze-Bielefeld: „Am 30. September müssen wir das Zentrum schließen, das ist vom Land so vorgegeben. Was passiert, wenn dann schon die nächste Welle kommt? Wenn sich plötzlich wieder Tausende impfen lassen wollen? Dann dürfte es nicht mehr so einfach sein, ohne Wartezeit an eine Schutzimpfung zu kommen. Deshalb würde ich nicht warten, sondern die Gelegenheit hier und jetzt ergreifen. Noch ist unter Impfzentrum geöffnet, wir bieten jeden Tag Impfen ohne Anmeldung und Termin an, man kann einfach so vorbeikommen. Leichter geht es nun wirklich nicht, seine Schutzimpfung zu erhalten .“

Damit möglichst viele Menschen gegen COVID-19 geimpft werden können, bietet der Vogelsbergkreis mobile Sonderimpfaktionen an. Die erste in Schotten sei mit 138 Impfungen erfolgreich gewesen. In der „Vulkan-Sporthalle“ in Lauterbach sowie im Dorfgemeinschaftshaus in Schlitz-Hutzdorf sollen sich an diesem Samstag zwischen 9 und 13 Uhr Impfwillige ohne Anmeldung impfen lassen können. Weitere Infotmationen zu den mobilen Impfterminen gibt es auf www.vogelsbergkreis.de im Internet.

Nach Einschätzung des Hausärzteverbandes sei die Schließung der hessischen Impfzentren „vollständig unproblematisch“ für die Arztpraxen. Man begrüße es, wenn die Corona-Schutzimpfungen den Händen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, egal welcher Fachrichtung, übergeben werden, sagte Armin Beck, der erste Vorsitzende des „Hausärzteverbandes Hessen“ gegenüber der „Ärzte Zeitung“.

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