Ist Osthessen auf Terrorangriffe vorbereitet?

Große Fortbildungsveranstaltung am Freitag im Polizeipräsidium in Fulda richtet sich an alle aktiven Hilfskräfte 

Fulda - Wie gut ist Osthessen auf Terrorangriffe vorbereitet? Das ist die zentrale Frage einer Fortbildungsveranstaltung am kommenden Freitag, 29. September, um 18 Uhr, im Polizeipräsidium Osthessen. Veranstalter sind das Polizeipräsidium Osthessen gemeinsam mit dem DRK Fulda unter Mitwirkung des Traumanetzwerkes Osthessen. Eingeladen sind alle aktiven Hilfskräfte von Polizei, Feuerwehr, THW, DLRG, Bundeswehr, Malteser, DRK und interessierte Ärzte.

Die Veranstaltung ist von der Landesärztekammer mit Fortbildungspunkten anerkannt. Neben informativen Vorträgen findet eine Diskussionsrunde unter Moderation des Direktors der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, Prof. Dr. C.-A. Greim, mit dem Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Prof. Dr. Martin H. Hessmann und dem Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Osthessen, Günther Voß, statt.

Hochkarätige Referenten mit Einsatzerfahrung konnten für dieses aktuelle Thema gewonnen werden. Naturgemäß verfügt die Bundeswehr in Deutschland über die größte medizinische und taktische Erfahrung zur Versorgung von Verletzten bei Terroranschlägen und im Einsatz auf gefährlichem Terrain. Dr. Dan Bieler und Dr. Dennis Ritter (beide Bundeswehr Koblenz) referieren über präklinische Behandlungen von Schuss- und Explosionsverletzungen im Schockraum und im Krankenhaus und zeigen auf, was der zivile Rettungsdienst von der taktischen Medizin lernen kann. Polizeiliche Maßnahmen - im Zusammenwirken mit Rettungskräften - bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen im Zusammenhang mit bewaffneten Gewalttätern stellt der Leiter des Abteilungsstabes des Polizeipräsidiums Osthessen, Theo Wiegand, vor.

Der Amtsleiter der Feuerwehr Fulda, Thomas Helmer, spricht aus der Sicht der kommunalen Feuerwehr darüber, wie sich die Helfer auf Einsatzlagen mit Gewalttätern vorbereiten. Stefan Merten, Geschäftsführer des THW in Gelnhausen, referiert über das THW als Bestandteil des Zivilschutzsystems. Wolfgang Kast, DRK Generalsekretariat Berlin, informiert über Herausforderung bei Terroranschlägen für die übernationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Erkenntnisse aus den Anschlägen in Paris oder Brüssel zeigen, dass heimtückische, zeitversetzte Anschlagshandlungen Helferinnen und Helfer gezielt zu Opfern werden lassen. Ziel der Fortbildung ist es, ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen, um richtiges Handeln im Ernstfall zu ermöglichen. Entscheidend für einen erfolgreichen Einsatz ist eine gute strategische Planung und Abstimmung zwischen Leitstelle, Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfskräften und dies in Zusammenarbeit mit den Kliniken.

Um erforderliche Kenntnisse darüber zu vermitteln und entsprechendes Bewusstsein zu schaffen, veranstalten das Traumanetzwerk, das DRK Fulda und das Polizeipräsidium Osthessen gemeinsam diese Notfallkonferenz.

Wegen beschränkter Platzkapazitäten werden Hilfskräfte und Ärzte gebeten, sich zu dieser Veranstaltung unter info@drk-fulda.de oder Telefax 0661 / 90291-30 anzumelden.

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