Oberstleutnant Daniel Andrä aus Silges ist neuer Kommandeur eines 870 Soldaten starken Bataillons

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Bataillons-Kommandant Daniel Andrä, Oberstleutnant der Bundeswehr, über seine neue Aufgabe beim Panzergrenadierbataillon 411 in Mecklenburg-Vorpommern.

Nüsttal/Viereck. „Ich weiß, dass Sie der richtige Mann für die Aufgabe sind, das Panzergrenadierbataillon 411 die nächsten Jahre zu führen“, sagte Brigadegeneral Andreas Durst am 17. September in seiner Ansprache im mecklenburg-vorpommerschen Viereck. Dort ist das Panzergrenadierbataillon 411, das zur Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ mit Sitz in Neubrandenburg gehört, stationiert.

Brigadegeneral Durst ist Kommandeur dieser Panzergrenadierbrigade 41. Nach rund drei Jahren unter der Führung von Oberstleutnant Sven Meyer übernahm nun Oberstleutnant Daniel Andrä aus Nüsttal-Silges das Bataillon. „Sie sind in nationalen als auch internationalen Verwendungen gut und zielgerichtet für die fordernde, verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet worden“, so der Brigadekommandeur.

„Für mich ist das eine Traumverwendung, auch wenn der Dienstort nicht gerade um die Ecke liegt“, so Oberstleutnant Andrä gegenüber „Fulda aktuell“. „Ich blicke mit Dankbarkeit, aber auch einer gehörigen Portion Respekt auf die vor mir liegende Zeit.“

Das Panzergrenadierbataillon 411 hat in der Grundstruktur rund 870 Angehörige. Der Verband besteht aus fünf Kompanien und ist noch mit dem Schützenpanzer Marder ausgestattet. Insbesondere die materielle Einsatzbereitschaft bereitet Oberstleutnant Andrä neben einer Vielzahl an personellen Vakanzen auf der Meisterebene den Feldwebeln bereits jetzt Sorgen.

Beheimatet ist das Panzergrenadierbataillon 411 in der Kürassier-Kaserne in Viereck, im Landkreis Uecker-Randow in der Nähe der Kreisstadt Pasewalk, die auch Patenstadt des Bataillons ist. Oberstleutnant Andrä hat nach seiner Generalstabsausbildung in Hamburg von 2010 bis 2012 Verwendungen im Kommando Heer, im Bundeskanzleramt und im Verteidigungsministerium durchlaufen. Auch war er in Brüssel beim Deutschen Militärischen Vertreter zur NATO und EU unter anderem mit Militärpolitik sowie Landes- und Bundesverteidigung befasst.

Trotz dieser Verwendungen attestierte Brigadegeneral Durst während der Amtsübergabe: „Sie sind ein Mann der Truppe, der das Herz auf dem rechten Fleck hat und dessen Herz für die Truppe schlägt“. „Sie kennen das Panzergrenadiergeschäft, waren Zugführer und Kompaniechef sowie als verantwortlicher Offizier für Ausbildung, Übung und Einsatz in einer Brigade eingesetzt. Noch dazu sind Sie einsatzerfahren.“

Kommende Aufgaben

Oberstleutnant Andräs Schwerpunkt wird im kommenden Jahr vor allem auf der Vorbereitung zur Führung eines Multinationalen Gefechtsverbandes in Litauen im Jahr 2022 sein. Im Rahmen der verstärkten Vornepräsenz setzt die NATO seit 2016 in Polen und im Baltikum Kampftruppen zur Sicherung der NATO-Ostflanke ein. „Auf Sie und das Bataillon wartet eine interessante, teilweise auch harte und entbehrungsreiche, aber letztendlich auch erfüllende Zeit“, so der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41.

Rund 600 Kilometer liegen nun zwischen Oberstleutnant Andrä und seinem Lebensmittelpunkt in Silges. „Die Zukunft wird fordernd und ist für mich auch mit deutlichen Einschnitten im privaten Bereich verbunden“, sagt Oberstleutnant Andrä. „Besonders schmerzhaft ist für mich, dass ich meine Tochter nicht mehr so häufig und regelmäßig sehen kann“, bedauert er. Andrä ist jedoch glücklich und dankbar über die „vielfältige Unterstützung von Familie, Nachbarn und Freunden“.

„Mein Ziel bleibt, trotz der Entfernung so oft wie möglich nach Hause zu kommen. Für mich ist das willkommener Ausgleich und immer wie ein Kurzurlaub“, so der Oberstleutnant. Wer Andrä in den nächsten Jahren begleiten will, der kann dies auf „Twitter“ tun. Hier wird er regelmäßig über den Verband und seine persönlichen Erlebnisse berichten.

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