Offene Begegnungsstätte in Fulda gewünscht

OB-Kandidat Ralf Zwengel vermisst ein interkulturelles Zentrum für Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft im Stadtzentrum Fuldas.

Fulda. Der OB-Kandidat der Fuldaer GRÜNEN vermisst in Fulda eine offene Begegnungsstätte. "Fulda ist das urbane Zentrum für viele unterschiedliche Menschen, in der Stadtregion und darüber hinaus. Doch ein interkulturelles Zentrum für Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft, in dem verschiedene Beratungs- und Bildungsangebote stattfinden, das als Treffpunkt und Begegnungsstätte dient, zugleich auch Raum für vielfältige kulturelle Aktivitäten ist, hat unsere Stadt leider nicht zu bieten", bedauert Zwengel. "Bevor ich nach Fulda gezogen bin, habe ich einige Zeit in Kassel gelebt. Das dortige Kulturzentrum Schlachthof stellt inhaltlich genau das dar, was mir auch für Fulda vorschwebt", deutet Ralf Zwengel ein Projekt an, dass er als Oberbürgermeister gern anstoßen würde.

"Das Kulturzentrum Schlachthof e.V. wurde am 5. Oktober 1976 gegründet, mit dem Ziel, den erweiterten ganzheitlichen Begriff von Kultur umzusetzen, Räume für Selbstinitiative, Partizipation und Selbstbestimmung zu schaffen und kulturelle Vielfalt zu fördern", ist auf deren Internetpräsenz zu lesen. Diese Kassler Begegnungsstätte funktioniere seit fast 40 Jahren erfolgreich.

"Ich stelle mir keine städtische Einrichtung vor. Der Träger sollte ein gemeinnütziger Verein sein, mit einer institutionellen Förderung durch die Stadt. Eine solche Förderung ist Voraussetzung dafür, Landes- und Bundesmittel zu generieren. Auch Zuschüsse von der EU sind so denkbar", erklärt Zwengel.

"Ich denke, dass es kein Problem sein wird, einen Trägerverein ins Leben zu rufen. Es gibt in Fulda zahlreiche engagierte Menschen und Institutionen, die sich in vielerlei Art und Weise in Bereichen wie Integration, Teilhabe, soziales Miteinander und kulturelle Vielfalt einbringen.

Eine geeignete Liegenschaft zu finden, ist nicht einfach. Vielleicht kann ein solches Projekt in eine Neuplanung Löhertor einfließen. Ein weiterer möglicher Standort wären die ehemaligen Räumlichkeiten der Red Corridor Gallery in der Löherstraße. Die Eika-Liegenschaft ist auch geeignet, die Lage erscheint mir jedoch ungünstig, da ich mir von einem solchen Zentrum auch eine Belebung der Innenstadt verspreche.

Eine institutionelle Förderung der Stadt braucht zum einen ein Stadtoberhaupt, das ein solches Projekt anstößt und zum anderen eine Mehrheit im Stadtparlament, die die benötigten Fördermittel freigibt," stellt Ralf Zwengel abschließend fest.

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