SPD zur Offenhaltung der Friedrichstraße

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Fulda. Als verpasste Chance für eine bürgerfreundlichere Innenstadt bezeichnete der SPD – Fraktionsvorsitzende Bernhard Lindner die Entscheidung d

Fulda. Als verpasste Chance für eine bürgerfreundlichere Innenstadt bezeichnete der SPD – Fraktionsvorsitzende Bernhard Lindner die Entscheidung der Unionsfraktion, die Friedrichstraße für den Autoverkehr offenzuhalten. Weniger Parkplätze erhöhen nicht die Aufenthaltsqualität in dieser Straße, sie vermehren den Parkplatzsuchverkehr. Fußgänger dürfen sich auf schmalem Weg entlang der Hauswände quälen, kaum mehr Platz für Kinderwagen oder Rollstühle. Offen wird zugegeben, dass dies eine Verbeugung vor den Interessen Fuldaer Einzelhändler sei. Dabei wird offensichtlich ignoriert, dass mit den Tiefgaragen am Heertor und Universitätsplatz reichlich Parkraum zur Verfügung steht. Die SPD hat für die gesamte Innenstadt zum Haushalt 2011 ein Verkehrskonzept gefordert, das die Friedrichstraße als Fußgängerzone vorsieht und den Verkehr zwischen Nonnengasse und Mittelstraße neu ordnet. Arztbesuche und Lieferverkehr kann in Vormittagsstunden auch in einer Fußgängerzone zugelassen werden, wie die Marktstraße zeigt.

Verpasst wurde damit auch die Chance, für den Weihnachtsmarkt um die Stadtpfarrkirche mit der Friedrichstraße und eine Eisbahn denkbar im Museumshof ein entsprechendes Konzept zu entwickeln.

Zweifel an den versprochenen vermehrten Kontrollen habe die SPD, so Lindner. Der Dezernent Dr. Dippel war anlässlich der diskutierten Sperrzeitenkontrollen bezüglich des erforderlichen Personaleinsatzes sehr zurückhaltend. Erstaunlich ist der öffentliche Schulterschluss zwischen Union und Verwaltung. Bestimmt hier der CDU – Stadtverbandsvorsitzende und Vizechef der Verwaltung die Politik der Mehrheitsfraktion?

Der CDU – Vorschlag werde in der Praxis keine Verbesserung der jetzigen Situation bringen, er ist ein Kotau vor wenigen Profiteuren des Einzelhandels – er ist heiße Luft in Einkaufstüten.

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