Dem Mythos ganz nah: Osthessische Fans bei den "Rolling Stones" in Prag

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Die legendäre britische Band spielte am Mittwochabend vor 80.000 Zuhörern, darunter 50 aus Osthessen, in der "Goldenen Stadt" an der Moldau 

Fulda/Prag - Es wird angesichts des fortgeschrittenen Alters der Herren wohl nicht mehr so viele Gelegenheiten geben, die „Rolling Stones“ live zu erleben. Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ron Wood aber sind gerade auf großer Tour, und so nahmen 50 Musikfans aus Osthessen das Angebot der „reisewelt Teiser & Hüter GmbH“ aus Neuhof wahr, die Band in Prag zu hören und zu sehen. Darunter viele Leser von „Fulda Aktuell“.

Die altersmäßig bunt gemischte homogene Truppe erlebte am Mittwochabend gemeinsam mit 80.000 weiteren Fans bei nahezu tropischen Temperaturen ein über zweistündiges begeisterndes Konzert, das zweierlei aufzeigte: die „Stones“ sind noch lange nicht müde, und die Zeiten haben sich seit den Anfängen in den Londoner Clubs doch erheblich geändert. Denn bargeldlos lautet auch hier das Stichwort, es gibt ein Bänd-chen mit einem Code, und den muss man in sein Smartphone eingeben, um Essen und Trinken zu bekommen.

Die Band ist ein Mythos, und das war auch der überwiegende Grund für die Reisenden aus Fulda, der Rhön, dem Vogelsberg, dem Main-Kinzig-Kreis und sogar aus dem Raum Gießen, die Tour mit Busfahrer Thomas und unter Moderation von Reiseleiter Hans-Peter Nitz auf sich zu nehmen. „Man weiß ja nicht, wie oft die Jungs noch unterwegs sind", so der allgemeine Tenor zur Motivation. „Unser Umfeld hat große Augen gemacht, dass wir zu den ,Alten Herren’ wollten“, so ein Pärchen. „Aber vielleicht war da ja auch Neid dabei“.

Denn wer erleben durfte, mit welchem Elan die „Rollenden Steine“ zu Werke gingen, dem bleibt die Hoffnung, dass „Satisfaction“ noch oft genug in den Abendhimmel steigen wird. Gemein war den unternehmungslustigen Osthessen übrigens die hohe Kenntnis des breit gefächerten Werkes der Briten, die sich in den frühen 60er Jahren zusammengefunden haben und noch immer miteinander verbunden sind.

Auf dem Hinweg wurde übrigens Halt in Pilsen gemacht, bevor es in die „Goldene Stadt an der Moldau“ ging. Die empfing die große Gruppe mit herrlichstem Sonnenschein und schweißtreibenden Temperaturen, die einiges für den kommenden Abend erwarten ließen. Dank der verkehrsgünstigen Lage des Hotels aber konnten die Fans wählen, ob sie per Reisebus oder aber mit der Metro zum Konzertareal, einem Flughafengelände, fahren wollten.

Wer erwartet hatte, die Band würde mit einer gigantischen Bühnenshow aufwarten, der wurde angenehm enttäuscht. Jagger und seine Mitstreiter beschränkten sich auf den musikalischen Kern ihres jahrzehntelangen Schaffens, präsentiert durch einen wirklich hervorragend abgemischten Sound. Und wer einen eher hinteren Stehplatz hatte, der konnte dank überdimensionaler Leinwände alles bestens verfolgen. Und sogar den stoischen Charlie Watts bisweilen leicht lächeln sehen.

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