Osthessische Reservisten unterstützen "Kleine Helden"

260 so genannte Schutz-Pakete für betroffene Eltern ausgefahren

Region - Das "Kinder- und Jugendhospiz Kleine Helden Osthessen" begleitet schwerst- und lebensbegrenzt erkrankte Kinder und Jugendliche. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Alltag betroffener Familien noch beschwerlicher. Viele Betroffene haben Angst, sich der Virengefahr auszusetzen.

„Ich habe wirklich Angst, einkaufen zu gehen und mich den Viren auszusetzen. Wenn unser Kind sich ansteckt, geht es um Leben und Tod“, so eine Mutter, die mit ihrer Familie aufgrund der lebensverkürzenden Diagnose des Kindes durch die "Kleinen Helden" begleitet wird. Diese haben ein Netzwerk aus Helfern aktiviert, die betroffene Familien mit Schutzmaterialien versorgen, einkaufen gehen oder anderweitig helfen, solange dabei kein persönlicher Kontakt entsteht.

Besonders dankbar ist man für die Unterstützung des Reservistenverbandes, die durch die Vermittlung des Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Wolfgang Schneider, zustande kam. Die Soldaten der Reserve wurden vom Verband angefragt, ohne offiziellen Auftrag ehrenamtliche Hilfe zu leisten.

Innerhalb weniger Tage standen 15 Reservisten zur Verfügung, die sich anboten, so genannte Schutz-Pakete mit dem Kinderhospizverein an betroffene Familien auszufahren. „Wir unterstützen selbstverständlich, damit betroffene Eltern zu Hause bei ihren Kindern bleiben können“, so Robert Hess, Organisationsleiter der Geschäftsstelle Fulda des Reservistenverbandes. "In solchen Zeiten müssen alle zusammenhalten“.

260 Pakete wurden in den vergangen zwei Wochen ausgefahren. Darunter auch Desinfektionsmittel, Mundschutz, Windeln und Osternester für alle Begleit-Kinder, sowie Lebensmittelgutscheine. Viele der Waren wurden  in Folge eines Unterstützungsaufrufes der "Kleinen Helden" gespendet.

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