Ostumfahrung trägt den Namen "Am Emaillierwerk"

Fulda. Strahlende, fröhliche Gesichter bei allen Beteiligten und Gästen zur Benennung der Straße "Am Emaillierwerk", darunter auch Bauaus

Fulda. Strahlende, fröhliche Gesichter bei allen Beteiligten und Gästen zur Benennung der Straße "Am Emaillierwerk", darunter auch Bauausschussvorsitzender Walter Krah, CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Stollberg und Stadtrat Waldemar Eckert. Denn mit dem offiziellen Enthüllen des Straßenschildes mit anschließender kleinen Feier setzten Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller, Stadtbaurätin Cornelia Zuschke  sowie Dr. Alois Rhiel, Geschäftsführer der Frankfurter Projektentwicklungsgesellschaft OFB (Organisieren, Finanzieren, Bauen) einen symbolischen "Schlussakkord" unter das ehrgeizige Projekt des "Emaillierwerks" als neuem Fachmarktzentrum in Innenstadt naher Lage.

Während unter dem Arbeitstitel "Ostumfahrung" derzeit die Arbeiten für die neue Brückenüberführung über die Petersbergerstraße für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer auf Hochtouren weitergehen, trägt der Abschnitt zwischen Künzeller- und Petersberger Straße mit der Bezeichnung "Am Emaillierwerk" nun einen Namen, "der sich längst eingeprägt hat und von dem jeder weiß, wo die Straße ist", wie Fuldas Verwaltungschef bei der Einweihung betonte. Leicht gemacht hatten sich die Verantwortlichen der Stadt die Entscheidung nicht. "Wir haben uns viele Gedanken über die Namensgebung gemacht. Die jetzt getroffene Auswahl passt in jeder Hinsicht", meinte Fuldas OB. Denn sie spiegelt ein Stück Stadt-, Verkehrs- und Infrastrukturgeschichte wider.

Das frühere Emaillierwerk, dessen Namen heute im Fachmarktzentrum fortlebt, entstand im Zuge des Eisenbahnanschlusses von Fulda 1866. "Ohne die Bahn hätte es damals keine Entwicklung des Emaillierwerks gegeben", blickte Fuldas OB zurück und spannte den Bogen zur heutigen Ostumfahrung als einer der wichtigsten innerstädtischen Straßenverbindungen, die auf eine jahrzehntelange Vorplanung zurückgehe.  Nach dem Niedergang des Produktionsstandorts sei eine Brache entstanden. Mit den Planungen für das Fachmarktzentrum durch die OFB, die zuletzt Alois Rhiel entschieden vorangetrieben habe, hat sich laut Möller die "große Chance der Neuordnung des Geländes und durch Verhandlungen mit der Bahn die Möglichkeit zur Realisierung der lange geplanten Ostumfahrung ergeben". Inzwischen sei "viel gearbeitet und erreicht worden", freute sich Möller, um anschließend all jenen zu danken, die wie OFB-Geschäftsführer Rhiel sowie Stadtbaurätin Zuschke mit ihren jeweiligen Teams maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben.

Mit einem erfrischenden Lachen bekannte Fuldas Stadtbaurätin, dass ihr das Projekt "ans Herz gewachsen" sei. Mit dem Emaillierwerk sei Stadtentwicklung geschaffen worden, die sich nicht zuletzt in der wertvollen historischen Fassade  zeige. Zuschke sprach von einer "mutigen Entscheidung", die von den beteiligten Partnern vor Jahren angestoßen worden ist. Das Emaillierwerk habe einst im Herzen der Stadt gestanden und soll in Zukunft wieder dort stehen. "Bilder der Vergangenheit" an der zur Stadt gelegenen Seite des Fachmarktzentrums sollen künftig von der Geschichte des Gebäudekomplexes erzählen.

Auch Dr. Alois Rhiel war die Freude über das gelungene Werk anzumerken. Vor dreieinhalb Jahren habe er das Projekt übernommen, das "für mich wie eine Wiederkehr war". Denn schon in seiner Zeit als "Tegut"-Vorstand habe das Unternehmen versucht, das Areal zu entwickeln. Nunmehr sei durch die OFB eine Industrie-Brache revitalisiert und ein Industriedenkmal für kommende Generationen bewahrt worden. "Das Emaillierwerk", so betonte OFB-Geschäftsführer Rhiel, "ist ein deutliches Zeichen für die Geschichte. Wir freuen uns, dass alles zu einem blühenden Ende mit Brückenschlag kommt" – mit diesem Satz spielte Fuldas früherer OB auf die derzeit laufenden Brückenarbeiten parallel zur Bahnbrücke über die Petersberger Straße an, die ohne das Projekt Fachmarktzentrum nicht hätte realisiert werden können.

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