Ozon und Salz

Neuhof. Die vom Dngemittelkonzern Kali + Salz geplante Einleitung von jhrlich bis zu 700 000 Kubikmeter Salzlauge ber eine Pipeline

Neuhof. Die vom Dngemittelkonzern Kali + Salz geplante Einleitung von jhrlich bis zu 700 000 Kubikmeter Salzlauge ber eine Pipeline von Neuhof bis an die Werra stt in Thringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf immer breiteren Widerstand. Auch die Grnen uern sich in einer Pressemitteilung.

Die Werra darf nicht zur kologischen Opferstrecke fr wirtschaftliche Interessen verkommen. Bei einem prosperierenden Unternehmen mit wachsenden Aktienkursen scheint eine Argumentation mit dem Wegfall von Arbeitspltzen eine eher reflexhafte Begrndung zu sein. Fuldas Landrat Woide erweist Kali + Salz einen populistischen Brendienst, wenn er befrwortet, die Entsorgungsprobleme eines in der Region ansssigen Unternehmens auf andere Regionen abzuwlzen.

Die geplante zustzliche Entsorgung von Reststoffen aus dem Kaliabbau in Neuhof in die Werra wirft uns im Gewsserschutz um Jahre zurck und fhrt die Millioneninvestitionen zur Verbesserung der Wasserqualitt der Werra nach der Wiedervereinigung ad absurdum, kommentiert die Landtagsabgeordnete Margaretha Hlldobler-Heumller, stellvertretende Fraktionsvorsitzender von Bndnis 90/Die Grnen die Stellungnahme von Landrat Woide und des Ersten Kreisbeigeordneten Wingenfeld.

Neue Entscheidung gefordert

Von der Salzfracht werde die Werra und die Weser erheblich belastet, wie Gewsserkologen der Universitt Kassel besttigen. Die Genehmigungsbehrde darf nicht mit Verweis auf den alten Grenzwert aus dem Jahre 1942, der seinerzeit zur Aufrechterhaltung der Rstungsproduktion festgesetzt wurde, fr weitere 700 Jahre die Einleitung von Salzlauge in die Werra festschreiben", unterstreicht Hlldobler-Heumller. Der derzeitige Grenzwert von 2500 mg /l Chorid gilt bis 2012. Dann mssten hessische Genehmigungsbehrden neu entscheiden.

Es darf keine Verlngerung der Einleitungsgenehmigung auf diesem Niveau geben. Das Unternehmen Kali + Salz, die Region Fulda und Hessen haben hier eine ganz besondere Verantwortung gegenber den brigen Bundeslndern. Von daher ist jeglicher Protest legitim und sollte durch einen breiten Widerstand auch aus der Region Fulda untersttzt werden.

Zur Vernetzung der Interessen fand am Freitag eine Vier-Lnder-Konferenz (Hessen, Niedersachsen, Thringen, Nordrhein-Westfalen) in Witzenhausen statt. Der Kreisverband Bndnis 90/Die Grnen wird zustzlich im Mrz eine Veranstaltung mit Experten fr die Region Fulda organisieren, kndigte Hlldobler-Heumller an.

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