"Packen wir es an!": Bruder Othmar ist neuer Guardian des Kloster Frauenberg

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Am gestrigen Montag wurde Bruder Othmar als neuer Guardian am Kloster Frauenberg in Fulda begrüßt.

Fulda - „Seine Tür ist die erste am Platz“, umschreibt „antonius“-Geschäftsführer Rainer Sippel die Verbundenheit von Bruder Othmar zu den „antonius“-Bürgern“. Vier Jahre war der Franziskaner der Seelsorger des Netzwerkes. Jetzt hat er die Tür dort für immer geschlossen. „Ich durchlaufe ein Wechselbad der Gefühle“, so Bruder Othmar am Montag im Klostercafé „Flora“ auf dem Frauenberg. Am 31. Januar ist er zum neuen Guardian des Franziskanerordens am Frauenberg gewählt worden. Für 23 Mitbrüder ist er nun verantwortlich. Als Hüter oder auch Wächter des Ordens kümmert er sich nicht nur um die Belange der neun Brüder am Frauenberg, sondern auch um die 23 weiteren Brüder, die über ganz Fulda und Deutschland verteilt leben. „Dieses Amt ist kein Machtamt, sondern man soll den Brüdern dienen und das werde ich tun“, fügt Bruder Othmar an. Der Abschied als Seelsorger von „antonius“ fällt dem 57-Jährigen nicht leicht. „Du hast unglaublich viel angestoßen“, so Sippel zu dem Franziskaner. Es ist ein Abschied mit einem Wiedersehen, denn seit rund einem Jahr arbeiten „antonius“ und die Franziskaner an einem gemeinsamen Projekt – „Zukunft Frauenberg“. Ziel ist, den Frauenberg als Ort für Gespräche und Begegnungen zwischen Franziskanern und der Bürgerschaft, zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sowie Menschen unterschiedlicher Kulturen zu schaffen. „Wir sind ein Stück weit traurig, dass wir Abschied nehmen müssen, freuen uns aber, dass wir mit Bruder Othmar ein bekanntes Gesicht als ersten Ansprechpartner im Kloster haben“, so Sippel weiter. Traurig ist auch der Grund, warum Bruder Othmar das Amt des Guardian von Pater Claudius übernommen hat. „Es geht ihm gesundheitlich nicht gut, es ist schade, ein solches Amt deswegen anzutreten“, so der Franziskaner. „Das Kloster ist ein Zeichen Gottes. Wir werden dafür sorgen, dass Fulda dieses Zeichen nicht verliert“, erklärt der Bruder. „Packen wir es an.“

Für ihn wird es eine neue Welt, denn er tauche von der kleinen eigenen Welt von „antonius“ in die Welt der „Franziskaner“ ein. Zu seinem Aufgaben wird nicht nur die Sorg um seine Mitbrüder zählen, sondern auch verschiedene Verwaltungsarbeiten, wie Hochzeitsanfragen, Taufen oder auch Konzertanfragen. „Es gibt genug zu tun“, so der neue Guardian. Zur Begrüßung erhielt Bruder Othmar fünf Geschenke, die zur Kernbotschaft des Projekts „Zukunft Frauenberg“ gehören. Für den Willkommensgruß stand ein Strauß mit Tulpen und Frühlingsblumen, ein Bild des Kloster Frauenberg symbolisierte den Grundsatz „Die Welt ist unser Kloster“ und stehe für das Leben, das mit den Menschen geteilt würde, ein Herz für die Herzensangelegenheiten, ein Schlüssel als Türöffner und ein Fernglas für den Ausblick über Fulda. Mit großer Freude nahm Bruder Othmar die Geschenke an. „Ich bin eigentlich zu einem Gespräch über das Projekt eingeladen worden“, erzählte er. Im Jahr 2018 möchte die Kooperation neue Wege gehen. So ist eine neue Schneiderei geplant, in der „antonius“-Mitglieder gemeinsam mit Schneidermeister Bruder Gerhard arbeiten und wirken können. Auch wird es weitere Klosterführungen geben. „Wir planen spezielle Führungen für Kinder“, berichtet Rosemarie Müller, Leiterin Wohnen auf dem Frauenberg. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.frauenberg-fulda.de .

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