Ein Papst zum Kuscheln

Fulda/Offenbach. Die weltweite Gemeinde der Steiff-Sammler atmet erleichtert auf. Habemus papam: Wir haben einen Papst als Teddybr mit K

Fulda/Offenbach. Die weltweite Gemeinde der Steiff-Sammler atmet erleichtert auf. Habemus papam: Wir haben einen Papst als Teddybr mit Knopf im Ohr. Einen Papa-Bren sozusagen. Zum Knuddeln und Kuscheln.

Der Dietzenbacher Post-Museums-Shop bietet ihn exklusiv in einer limitierten Auflage (weltweit 1.500 Exemplare) fr unchristliche 249 Euro feil. Qualitt hat eben ihren Preis. Der 29 Zentimeter groe Br (zuzglich Mitra) ist wie der aktuelle Papst auch made in Germany.

Die Mohair-Figur mit handgestopfter Holzwolle und geknpftem Unterkleid kommt im feinen Zwirn daher: Das abnehmbare Gewand mit gold-, grn- und silberfarbenen Stickereien entspricht bis ins Detail dem, das Benedikt XVI. bei seiner ersten ffentlichen Messe getragen haben soll. Der Clou laut Verkaufsprospekt: Durch eine spezielle Einfrbung entspricht die Augenfarbe des Teddybren genau der von Benedikt XVI.

Nein, die Figur verfgt nicht ber den offiziellen Segen des Vatikan. Doch man will nicht ppstlicher als der Papst sein, schlielich ist der Titel Papst nicht geschtzt. Und die Firma Steiff hat die Produkthaftung bernommen.Nun gehrt der Plsch-Papst zur gleichen Familie wie Knut, der Eisbr und Paul, der Brummbr. Natrlich htte der Papst nicht als Krokodil oder Eichhrnchen dargestellt werden knnen.

Anfngliche Bedenken, dass Benedikt XVI. das geeignete Vorbild fr einen Teddybren sein kann, haben permanente Nachfragen von Steiff-Fans zerstreut. Auerdem hat die Konkurrenz bereits vor Monaten einen Ponitifex Maximus im Plschgewand auf den Markt geworfen. Bei der Firma Hermann kostet er 148 Euro und besitzt - im Gegensatz zum Rivalen - eine Brummstimme.

Nun mag der Papst als Steiff-Tier so manchen Karikaturisten und Vatikankritiker zu unkeuschen Gedanken verleiten, weshalb er dem katholischen Glauben mitunter einen Brendienst erweisen knnte.

Doch der Pressesprecher des Bistums Mainz, Tobias Blum, sieht die Darstellung gelassen: Es gibt eben unterschiedliche Geschmcker und Mentalitten. Eine hochoffizielle bischfliche Meinung gebe es nicht: Das wre zu viel der Ehre. Jeder msse fr sich selbst entscheiden, was er vom Brenpapst halte. In anderen Staaten seien religise Figuren und Andenken in strkerem Mae vertreten als in Deutschland.

Ebenso kurz uerte sich Christof Ohnesorge, der Pressesprecher des Bischflichen Ordinariats Fulda: Es handelt sich um ein unschuldiges Vergngen. (cz)

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