„Paten und Partner“ helfen benachteiligten Jugendlichen

Mitglieder des Vereins „Paten und Partner“: Ulla Döppner, Barbara Weiler, Georg Amshoff und Uwe-Bernd Herchen.
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Mitglieder des Vereins „Paten und Partner“: Ulla Döppner, Barbara Weiler, Georg Amshoff und Uwe-Bernd Herchen.

Sie helfen und engagieren sich aus voller Überzeugung und nun gibt es sie schon 20 Jahre: Der gemeinnützige Verein „Paten und Partner“ wurde aus einer Initiative heraus im Jahr 2001 gegründet und hilft Jugendlichen bis heute noch.

Fulda. Die Mitglieder des Vereins, (etwa 15 Aktive), die aus den unterschiedlichsten Berufen kommen, haben es sich zur Aufgabe gemacht haben, junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen an der Schwelle zwischen Schule und Beruf zu unterstützen „Wir helfen den Jugendlichen bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz und begleiten sie bis zum Ende der Ausbildung und gelegentlich auch darüber hinaus“, berichtet die Koordinatorin des Vereins, Cornelia Röder-Freitag. „Dazu setzen die Ehrenamtlichen ihre eigenen Erfahrungen, Kontakte und soziale Kompetenz ein“, so Ulla Döppner, die Erste Vorsitzende.

Im Laufe der Jahre hat sich mit der Zielgruppe auch die Arbeit des Vereins sehr verändert. So lag der Fokus in den ersten Jahren auf der Vermittlung von arbeitsmarktnahen, motivierten Jugendlichen. Die Paten akquirierten Ausbildungs- und Praktikumsplätze, halfen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und begleiteten zu Vorstellungsgesprächen.

„Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass einige Jugendliche aus den unterschiedlichsten Gründen noch nicht für eine Ausbildung geeignet sind. Also helfen wir auch bei der individueller Lern- und Sprachförderung und auch mal bei den Hausaufgaben. Wir sind kein Institut für Nachhilfe. Jedoch gibt es unter unseren Paten auch pensionierte Lehrer, die gut und gerne ihren Schützlingen auch bei Schulaufgaben helfen“, so Döppner.

„Aktuell haben zirka 80 Prozent der von ‚Paten und Partner‘ betreuten Jugendlichen einen Migrationshintergrund. Aber wir bemühen uns gleichermaßen um die mit und ohne Migrationshintergrund.

Über die Paten erfolgt dann zum Beispiel auch die Heranführung an sinnvolle Freizeitgestaltung und Anbindung an Vereine. Die Paten begleiten bei Bedarf zu Behördengängen oder helfen beim Schriftverkehr mit Ämtern, im Anerkennungsverfahren von Staatsangehörigkeit oder bei der Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse“, so Röder-Freitag.

„Wir helfen auch mal bei der Wohnungssuche oder organisieren Kinderbetreuung. Die Paten verstehen sich als individuelle Ansprechpartner und als Nothelfer bei vielfältigen Problemen und leisten wichtige Beziehungsarbeit. Aus einigen Patenschaften sind durch die Jahre schon langjährige enge Verbindungen, Familienkontakte und auch Freundschaften entstanden“, erzählt Hildegard Reichardt, Schriftführerin des Vereins.

Die Jugendlichen finden entweder durch Eigeninitiative zu „Paten und Partnern“ oder durch die Vermittlung der Schulen, Arbeitscoaches, Jobcenter, Berufsberatung oder das Jugendamt.

„Wir sind momentan rund 15 Paten und es sind etwa 20 Jugendliche zu betreuen. Wir sind alle zum Glück noch fit aber dennoch werden wir älter. Es wäre schön wenn wir weitere Paten finden könnten die mitmachen. Denn wir können den Jugendlichen nur helfen, wenn wir auch genügend freiwillige Helfer haben“, so Döppner. „Außerdem sind wir wirklich ein super Team, die Arbeit macht Spaß und man macht etwas Sinnvolles“, fügt Reichardt hinzu.

Durch die Pandemie wurde auch die Arbeit von „Paten und Partnern“ erschwert. Corona-konform konnten sich viele Paten und Jugendliche nur per Handy hören und sehen. „Wir hoffen, dass die Zahlen unten bleiben und dass wir nach den Sommerferien wieder richtig starten können“, so Döppner.

Weitere Infos zu „Paten und Partner“ gibt es unter www.patenundpartner.de oder per E-Mail an kontakt@patenundpartner.de .

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