Patrick Spies ist auf Heimatbesuch: Gibt es bald einen Sternekoch in der Sternenstadt?

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Beim großen Musical-Spektakel „Bonifatius“ verwöhnte Patrick Spies die Zuschauer auf der „Affengalerie“ mit seinen Speisen.
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Beim großen Musical-Spektakel „Bonifatius“ verwöhnte Patrick Spies die Zuschauer auf der „Affengalerie“ mit seinen Speisen.

Sternekoch Patrick Spies besuchte im Sommerurlaub seine Heimat und verwöhnte die Fuldaer bei zwei großen Events mit seinen Kochkünsten.

Fulda/Eiterfeld/Zürich - Was macht ein Sternekoch in seinem Sommerurlaub? Er verbringt Zeit in der geliebten Heimat und verwöhnt die Gäste des „Fuldaer Genussfestivals“ und von „Bonifatius“ mit seinen Kreationen. Man könnte behaupten, der Eiterfelder Patrick Spies ist nicht von den Kochtöpfen abzuhalten, denn der seit einem halben Jahr in Zürich lebende und arbeitende Sternekoch liebt das Kochen. „Als Benjamin Kehl mich gefragt hat, ob ich beim ,Genussfetival‘ als Gastkoch im ,Rhöner Charme‘-Pavillon aushelfen möchte, habe ich gleich ja gesagt. Und auch bei Sven Nelles hab ich gerne beim Musical-Catering ausgeholfen“, erzählt der 39-Jährige. Heimatverbunden ist er trotz vieler Reisen und Jobs außerhalb der fuldischen Kreisgrenzen geblieben. „Ich liebe meine Heimat, sie erdet mich“, berichtet er. Zurzeit kocht Spies hauptberuflich in einer Privatklinik und serviert den Patienten dort Vier-Gänge-Menüs.

Das Kochen habe er von seiner Oma gelernt: „Ich habe immer noch den Geruch der Tomaten aus ihrem Gewächshaus in der Nase.“ 1996 begann er seine Lehre im „Goldenen Karpfen“, ging nach der Lehre nach Sylt und verfeinerte sein Können bei verschiedenen Gastronomen. „Als Koch mit Ambitionen ist man viel unterwegs und nimmt von jeder Station etwas mit“, erzählt er im Gespräch mit „Fulda aktuell“. Sechs Jahre war er in Karlsruhe tätig, wurde mit 27 Jahren Küchenchef und erkochte dort seinen ersten Stern. „Den ich bislang immer verteidigt habe“, sagt er. 2011 ging er nach Hersfeld, auch dort wurde das Können des Sternekoch jedes Jahr geprüft. „Ist man einmal Sternekoch trägt man den Titel sein Leben lang. Das Restaurant wird jedoch jedes Jahr neu getestet“, erklärt er. Doch vor einem halben Jahr entschloss sich der Hobby-Maler neue Wege zu gehen. „Ich muss meine Leidenschaft ausleben können, Kochen ist etwas sehr kreatives. Am liebsten habe ich alles in meiner eigenen Hand und entscheide“, schmunzelt Spies. Als Koch benötige man vor allem Disziplin und dürfe sich nicht vor viel Arbeit scheuen, aber man sollte auch ein Teamplayer sein. Das Geheimnis seines Erfolges? „Ich koche nicht nach Rezept, sondern stelle mir vor, wie Komponenten im Zusammenspiel schmecken“, verrät er.

Sein persönliches Lieblingsgericht ist Spaghetti Bolognese. Ob es die auch in seinem eigenem Restaurant geben würde, weiß Spies noch nicht. Doch eines wünscht er sich sehr: „Ein eigenes Restaurant in Fulda ist mein großer Traum. Ich bin gerade auf der Suche nach einer coolen Location, in die mein Konzept passt. Es muss kein Sternerestaurant werden, sondern ein Lokal mit gutem Essen zum wohlfühlen.“ Mit Spies Rückkehr in die Heimat wäre die Stadt Fulda, die kürzlich zur Sternenstadt ernannt wurde, um einen Stern reicher.

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