Perspektiva in Hessen erhält Auszeichnung

Dieses Jahr bekamen fünf Netzwerke aus Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern die begehrte Auszeichnung als „Innovatives Netzwerk 2020“.

Fulda/Berlin. Staatssekretär Rolf Schmachtenberg: „Strukturwandel braucht professionelle Unterstützung. Gut, dass es die Fachkräftenetzwerke gibt. Die Corona-Pandemie ist ein starker Treiber für den technologischen Wandel. Neues ersetzt altes. Die Arbeitnehmer in den Betrieben, sind schlagartig mit neuen Herausforderungen an fachliche und soziale Kompetenzen konfrontiert. Den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten, ist eine große Aufgabe. Dabei kommt den regionalen Fachkräftenetzwerken eine Schlüsselrolle zu. Sie unterstützen Unternehmen bei der bedarfsgerechten Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten oder bei der Gewinnung von Fachkräften. Für mich ist auch wichtig, dass sie dabei helfen, Fachkräfte in Beschäftigung zu halten und damit Arbeitsplätze zu sichern. Dieses außergewöhnliche Engagement gilt es auch in diesem Jahr zu würdigen – dafür stehen beispielhaft die Gewinner des Wettbewerbs „Innovatives Netzwerk 2020“.“

Unter dem Motto „Erfolgreich Netzwerken – jetzt erst recht!“ tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss an die Auszeichnung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Netzwerken, Unternehmen, Politik und Verbänden aus. Im virtuellen Raum diskutierten sie gemeinsam, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Netzwerkarbeit hat und welche Lösungsansätze die Netzwerke und Akteure der Fachkräftesicherung bisher als Antwort auf die Krise gefunden haben. Ziel der Innovationstage ist es, die in ganz Deutschland agierenden Fachkräftenetzwerke miteinander zu vernetzen, ihre Arbeit bundesweit bekannt zu machen und einen inhaltlichen Austausch zu aktuell wichtigen Themen und Trends der Fachkräftesicherung zu ermöglichen. Dieses Jahr fand die Veranstaltung erstmalig komplett online statt.

Mit der Auszeichnung als „Innovatives Netzwerk 2020“ wurden im Rahmen der Veranstaltung außerdem Fachkräftenetzwerke gewürdigt, die mit ihrer Arbeit Impulse für ganz Deutschland setzten. Hessen Die gemeinnützige „Perspektiva gGmbH“ engagiert sich für benachteiligte Jugendliche, die zu „stark“ für die Werkstatt und zu „schwach“ für den allgemeinen Arbeitsmarkt sind. „Einzigartig ist in diesem Kontext unser Ansatz, junge Menschen direkt im Betrieb und mit dem Betrieb zu qualifizieren und dabei mit der individuell nötigen psychosozialen Unterstützung nach-haltig zu begleiten“, so Jan Martin Schwarz.

Die Förderung der Jugendlichen beinhaltet drei Phasen und beginnt oft bereits in der Schule. Schon in einer frühen Phase lernt der junge Mensch damit das Förderkonzept als integralen Bestandteil der beruflichen Orientierung kennen und schätzen. In einer zweiten Phase beginnt die Qualifzierung im Betrieb. Nach erfolgter Qualifizierung wird schließlich der Jugendliche in den Betrieb übernommen, erhält im Idealfall einen unbefristeten Arbeitsvertrag und steht als junger Arbeitnehmer auf eigenen Beinen. Pespektivas Verantwortung endet jedoch hier nicht. So bietet das Netzwerk den Jugendlichen auch dann eine Anlaufstation, wenn es in einem Betrieb auf Dauer doch nicht funktioniert.

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