Perspektive für insolvente Rhön-Klinik

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Gersfeld. Zwei branche-erfahrene Investoren, darunter das Klinikum Fulda, übernehmen Reha- und Akut-Klinik. Großteil der Arbeitsplätze ist gesichert.

Gersfeld. Der Investorenprozess für die insolvente Rhön Klinik Prof. Dr. Keck mit Sitz im osthessischen Gersfeld ist erfolgreich abgeschlossen: Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko von der bundesweit tätigen Kanzlei "KÜBLER" hat sich mit zwei Investoren über eine Übernahme von Reha- und Akut-Klinik geeinigt. Die Kaufverträge wurden am heutigen Mittwoch unterschrieben. Das gesamte Versorgungsspektrum sowie der Großteil der Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

"Mit dem Verkauf haben beide Klinikteile wieder eine Perspektive unter dem Dach jeweils starker und branchenerfahrener Investoren", betonte Danko nach der Unterzeichnung der Kaufverträge. "Besonders freut mich, dass dadurch die ärztliche Versorgung in der Region und ein Großteil der Arbeitsplätze gesichert werden können." Die Investoren haben zugesagt den überwiegenden Teil der rund 120 Mitarbeiter zu übernehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Für den Vollzug des Kaufvertrags müssen noch die Zustimmung des Gläubigerausschusses eingeholt und einige grundbuchrechtliche Formalitäten erledigt werden. Dies soll nun zügig geschehen, damit die Klinikbetriebe zeitnah übergeben werden können.

Erwerber der Akutklinik ist die neu gegründete Klinik Gerfeld gGmbH, hinter der das Klinikum Fulda steht. Der Reha-stationäre Bereich der Klinik wird von der AccuMedia Holding aus Bad Kreuznach übernommen. Die enge Verzahnung der beiden Klinikteile soll weiter bestehen bleiben, zugleich wollen die Erwerber künftig intensiv mit dem Klinikum Fulda bzw. den ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz AG zusammenarbeiten. "Die Käufer haben ein schlüssiges Konzept vorgelegt und bringen viel Erfahrung und wichtige Kontakte mit ein", so der Insolvenzverwalter. "Insofern bin ich zuversichtlich, dass der Klinikstandort nicht nur erhalten, sondern langfristig auch weiterentwickelt werden wird."

Danko hatte die Rhön Klinik seit der Insolvenzanmeldung am 15. Februar fortgeführt und den Klinikbetrieb ohne Einschränkungen aufrechterhalten. Insbesondere konnte während der Insolvenz auch die Re-Zertifizierung nach dem anerkannten Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2008 sowie nach QMS-Reha erreicht werden. Der Insolvenzverwalter dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Mitarbeitern für ihren Einsatz. "Die Mitarbeiter haben in einer für sie schwierigen Zeit großes Engagement und Moral gezeigt", so Danko. "Das war eine ganz wesentliche Voraussetzung für die Fortführung und letztlich für den Erhalt der Klinik."

Die von der Prof. Dr. Keck GmbH & Co. KG betriebene "Rhön-Klinik Prof. Dr. Dr. Elmar Keck" in Gersfeld ist eine Akut- und Rehabilitationsklinik mit den Bereichen Orthopädie, Unfallchirurgie, Onkologie, Urologie, Innere Medizin und Gynäkologie. Das Haus verfügt über 112 Reha-Betten sowie 24 Betten im Akut-Bereich. Der Umsatz im Jahr 2012 betrug rund 4,6 Mio. Euro.

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