Petersberger "Carsharing"-Pilotprojekt für Landkreis Fulda 

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Übergabe des Wagens, der in etwa zwei Wochen in der Tiefgarage des Petersberger "Propsteihofes" stehen soll: Bürgermeister Carsten Froß, Peter Jakob und Benjamin Jakob (von links).   

Gemeinde und "Autohaus Jakob" ziehen an einem Strang/ Wagen wird in gut zwei Wochen in der Tiefgarage des "Propsteihofes" stehen

Petersberg - Es ist ein Pilotprojekt, das Signalwirkung für den ganzen Landkreis Fulda haben soll: In gut zwei Wochen wird in der Tiefgarage des "Propsteihofes" in Petersberg ein Auto stehen, das für "Carsharing" genutzt werden kann. Beteiligt daran sind die Gemeinde Petersberg, das "Autohaus Jakob GmbH" mit Sitz in Petersberg, das Bahn-Service-Unternehmen "Flinkster" und die "Santander Comsumer Bank".

Gemeinsam will man auf den sich immer stärker abzeichnenden Wandel im Mobilitätsbereich reagieren, "Movio CarSharing" lautet dabei das Zauberwort. Am Freitagmorgen wurde der "Nissan Micra" auf dem Petersberger Rathausplatz im Beisein von Bürgermeister Carsten Froß sowie den beiden Geschäftsführern Peter Jakob und Benjamin Jakob vorgestellt. Mit dabei waren auch Repräsentanten von "Flinkster" und "Santander".

Dem Bürgermeister zufolge war Peter Jakob auf ihn zugekommen und hatte ihm die Idee unterbreitet, das Projekt in Petersberg anbieten zu wollen. Damit habe er bei ihm offene Türen eingerannt. "Das Projekt ist in die Zukunft ausgerichtet, denn die Welt der Mobilität befindet sich im Wandel", so Froß, der von eigenen Erfahrungen mit Carsharing in Frankfurt/Main berichten konnte. Nun sei es an der Zeit, so der Bürgermeister und Peter Jakob, auch den ländlichen Raum dafür zu begeistern. Für alle Beteiligten sei das Ganze eine "Win-Win-Situation": Petersberg stelle den Platz in der zentral gelegenen Tiefgarage für das Auto unentgeldlich zur Verfügung, könne es aber im Gegenzug nutzen, wenn es Engpässe bei gemeindlichen Fahrzeugen gebe. Möglicherweise werde die Gemeinde so künftig einen Wagen sogar ganz einsparen können.  

Beim "Autohaus Jakob" denkt man inzwischen über den zentralen Standort "Propsteihof" hinaus und überlegt, wo man in der Region zwei weitere "Carsharing"-Fahrzeuge stationieren könnte.  Der Vorgang an sich ist relativ einfach, wie Peter Jakob und  Benjamin Jakob betonten: Zunächst registriert man sich über das Online-Portal www. movio-carsharing.de im Internet, dann bekommt man eine Kundenkarte. Entweder per Post oder direkt im Autohaus. Danach bucht man ein Fahrzeug, das frei ist und den Vorstellungen entspricht.  Ein Kartenlesegerät im Innern des Wagens entriegelt es  für den Nutzer, der Schlüssel ist im Handschuhfach zu finden. Bald solle die Entriegelung  auch per App mithilfe von so genannter Nahfeldkommunikation (NFC) möglich sein.

Benjamin Jakob zufolge wird es einen Zeit- und einen Kilometertarif geben. "Im Mietpreis ist zudem alles  enthalten, das bedeutet, der Nutzer muss keinen Aufpreis beim Betanken zahlen". Stattdessen  liege im Auto eine Tankkarte bereit, die jeder nutzen könne.

Auf dem entsprechenden Flyer sind auch verschiedene Preise abgedruckt: Danach kostet eine fünfstündige Tour vom Bahnhof Fulda zur Wasserkuppe (etwa 28 Kilometer) 30 Euro oder ein sechsstündiger Tagesausflug von der Fuldaer Innenstadt ins Erlebnisbergwerk Merkers (55 Kilometer) und zurück 39 Euro.

Weitere Informationen im Internet unter www. movio-carsharing.de oder bei der "Autohaus Jakob GmbH" im Kreuzgrundweg 4-6 in Petersberg unter Telefonnummer 0661/969 13-0 beziehungsweise per E-Mail unter info@auto-jakob.de .

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