"Hotel zum Kurfürst": Erst kaufen, dann vermieten 

Pläne für das traditionsreiche Gebäude und angrenzende Immobilien 

Fulda - Seit Kurzem ist das traditionsreiche „Hotel zum Kurfürst“ verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Nach dem Magistrat hat inzwischen auch der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht dafür gegeben, dass die Stadt den historischen Komplex samt angrenzender Gebäude (Nonnengasse 19/21, Friedrichstraße 26) von Eigentümer Dr. Lutz Helmig kaufen soll.

Dieser hatte die Immobilien im Zuge einer Neuordnung im Paket zum Kauf angeboten. Das Hauptgebäude diente viele Jahre lang als Konzernzentrale der „Helios“-Kliniken und später als Sitz der „Aton GmbH“ beziehungsweise ihrer Tochter „EDAG Engineering GmbH“. Die verbliebenen Bereiche wurden bis Anfang 2017 als Gästehaus für „Aton“ sowie der „EDAG“ genutzt und werden aktuell in Büroflächen umgebaut.

Zu weiteren Hintergründen des Kaufs, der im Frühjahr 2018 wirksam werden soll, wobei die Kaufsumme dem Vernehmen nach im höheren einstelligen Millionenbereich angesiedelt ist, fragte die „Fulda aktuell“-Redaktion bei der Stadt nach. Laut Auskunft von Magistratssprecher Johannes Heller „werden das Haupthaus und die angrenzende, mit dem Haupthaus verbundene Immobilie Nonnengasse 19/21 zu 100 Prozent der Fläche an die bisherigen Eigentümer/Nutzer vermietet. Diese Mietverträge laufen auf zehn Jahre mit einer Option auf Verlängerung; das heißt, auf kurze und mittlere Sicht wird sich nach gegenwärtigem Stand dort an der Nutzung erst einmal nichts ändern. Es geht bei dem Erwerb vor allem darum, das historische bauliche Erbe der Stadt im Barockviertel langfristig in städtischer Hand zu sichern und damit Einflussmöglichkeiten auf eine ebensolche Entwicklung zu haben.“

Für eine künftige öffentliche Verwendung des Gebäudes Friedrichstraße 26, das im Immobilien-Paket ebenfalls von der Stadt erworben wird, gebe es bereits erste Ideen seitens der Verwaltung, jedoch sei hier die Meinungsbildung innerhalb der Gremien und deren Votum ausschlaggebend. Denkbar sei jedenfalls eine Verwendung mit Blick auf die absehbaren Großereignisse der kommenden Jahre. Grundsätzlich ist es aus Sicht der Stadt wichtig, dass dieses Entrée zur Friedrichstraße attraktiver gestaltet wird.

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