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Ein "Brückenbauer": Jean-Claude Juncker erhält "Point-Alpha-Preis"

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Von: Bertram Lenz

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Feierliche und dennoch kurzweilige Zeremonie am Montagnachmittag auf "Point Alpha"

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Rasdorf/Geisa - Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, ist am Montagnachmittag mit dem "Point-Alpha-Preis 2019" ausgezeichnet worden. Die entsprechende Urkunde wurde während der Zeremonie in der Fahrzeughalle des US-Camps auf "Point Alpha" übergeben.  Die Laudatio auf Juncker hielt Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble. Grußworte kamen von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann.   

Das "Kuratorium Deutsche Einheit" verleiht den "Point-Alpha-Preis" für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas seit 2005. Frühere Preisträger sind unter anderem Michail Gorbatschow, George Bush sen., Helmut Kohl und Helmut Schmidt.  Auf die Bedeutung des 17. Juni verwies zur Begrüßung auch  Bundestagsabgeordneter Christian Hirte, Präsident des "Kuratoriums Deutsche Einheit", der zugleich an die Trennung Deutschlands erinnerte, die vor 30 Jahren friedlich beendet worden sei.

"Mister Europa" Juncker, so die Begründung des Kuratoriums, sei geprägt durch christliche Grundlagen und die historischen Erfahrungen seiner Heimat Luxemburg, das lange unter den Konflikten seiner Nachbarn Frankreich und Deutschland gelitten habe. Von der Einführung des Euro bis hin zu seinem Weißbuch mit fünf möglichen Szenarien zur Zukunft des Kontinents habe Juncker nicht nur entscheidend zum europäischen Einigungsprozess beigetragen, sondern sich auch stets als "Brückenbauer Europas" erwiesen.

Trotz der knapp 45-minütigen Verspätung (Schäuble wurde durch einen unfallbedingten Stau auf der Autobahn aufgehalten) und den sommerlichen Temperaturen rund um die bestens gefüllte Fahrzeughalle unterhielten sich die Gäste vortrefflich. Was besonders an den mit viel Esprit und Humor vorgetragenen Reden, vor allem von Juncker selbst, lag. Der Preisträger wurde von Schäuble unter anderem ebenfalls als "Brückenbauer"sowie als Mensch bezeichnet, dem das Christlich-Soziale seines Tuns sehr wichtig sei. Im Hinblick auf ein Ende des europapolitischen Wirkens von Juncker sagte der Bundestagspräsident: "Ich vermisse Sie jetzt schon!" 

Der Feierstunde beiwohnten unter anderem auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld als Vorsitzender des Stiftungsrates sowie Dr. Eberhard Fennel und Berthold Jost, die derzeit den Vorstand der "Point Alpha Stiftung" bilden. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Orchester der Lichtbergschule Eiterfeld unter Winfried Möller.

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