"Politisches Dschungelcamp": Thorsten Schäfer-Gümbel spricht bei SPD-Neujahrsempfang in Fulda 

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Heute hielt der SPD-Unterbezirk Fulda seinen Neujahrsempfang ab. Als Redner war Thorsten Schäfer-Gümbel geladen.

Fulda - Am Samstag, 20. Januar, wurde der Neujahrsempfang des SPD-Unterbezirks Fulda im Vereinszentrum Johannesberg abgehalten. Als politischer Stargast war der hessische  Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, geladen. Ebenfalls war der Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels anwesend, der nach der Wahlniederlage von Birgit Kömpel jetzt für den Wahlkreis Fulda verantwortlich ist. "Birgit, wir hätten uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Du bist eine sehr engagierte Politikerin. Wir werden uns wiedersehen", so Schäfer-Gümbel bei seiner Rede.

Er sprach über die Schwierigkeiten in der Bundespolitik, das derzeitige Umfeld sei sehr schwierig. Umso mehr müsse die SPD sich nun erneuern. Schäfer-Gümbel verglich die SPD mit einem Floß: "Man hat ständig nasse Füße, aber man geht nicht unter." Das Wahlergebnis sei eine bittere Niederlage gewesen. Daher fordere der SPD-Bundesvorsitzende einen Erneuerungsprozess seiner Partei. "Ich ertrage diesen Zustand selber nur schwer", so Schäfer-Gümbel, der bei den Sondierungsgesprächen dabei war. Die vergangenen Tage seien wie ein "politisches Dschungelcamp" gewesen. Dennoch gebe es für ihn nur zwei Wege: "Einen schwierigen oder einen ganz schwierigen". Gemeint seien die Große Koalition oder der Weg in die Opposition. Bei beiden Wegen dürfe sich die SPD nicht selbst verlieren, denn: "Das Problem ist nicht die GroKo, sondern das Problem ist, dass wir selbst nicht wissen, wo wir hin wollen." 

Am morgigen Sonntag trifft sich die deutsche Sozialdemokratie , um über eine mögliche GroKo abzustimmen. "Es wird eine schwierige Entscheidung", so Schäfer-Gümbel zu seinen Genossen. Dennoch ist sich der Landesvorsitzende sicher, dass es eine gute und sachliche Debatte über den richtigen Weg geben wird. "Die Sondierungsgespräche sind erst die erste Halbzeit, danach folgt die zweite Halbzeit mit den Koalitionsverhandlungen. Wo wir unsere Ziele durchsetzen werden", sprach er sich für eine mögliche GroKo aus. "Ich kann jetzt nicht ,Nein' sagen. Ich sage ,Ja' mit Verhandlungen."

Die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Fulda, Sabine Waschke, ergriff nach Schäfer-Gümbel das Wort. Sie sprach über die Aufgaben der SPD in Fulda. Ganz oben auf ihrer "Sorgenliste" steht der Rechtsruck in der Region. ",Der dritte Weg' läuft in Fulda Streife und kontrolliert Papiere von Migranten. Ganze 22 Aktionen haben diese bekennenden Nazis in unserer Region durchgeführt", so Waschke. Auch Fuldas Status als AfD-Hochburg in Hessen bereitet der Vorsitzenden Sorgen.  Wer in Fulda einen Gegenpol zur AfD möchte, der müsse SPD wählen, nicht CDU, denn: "Die CDU in Fulda plätschert nur vor sich hin. Wir werden nicht müde, gegen Rechtsextremismus zu kämpfen."

Auch der große Niedriglohnsektor in Fulda beschäftige den Unterbezirk. Besonders der drohenden Altersarmut solle entgegen gewirkt werden. "Frauen sind besonders gefährdet", mahnte Waschke.

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