Polizei in Fulda: Attacke auf Soldaten in Bad Hersfeld wohl vorgetäuscht

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Männer befürchteten arbeits- und dienstrechtliche Konsequenzen wegen verspäteten Erscheinens

Fulda/Bad Hersfeld- Der Angriff dreier Unbekannter auf zwei 19-jährige Soldaten am Rande der Bad Hersfelder Innenstadt am vergangenen Mittwoch hat sich vermutlich nicht ereignet. Das ist das Ergebnis der Ermittlungen des  Staatsschutzkommissariats des Polizeipräsidiums Osthessen.

Die jungen Männer aus Neuenstein und dem südhessischen Wald-Michelbach haben die Straftat nach bisherigen Erkenntnissen vorgetäuscht, weil sie wegen eines Verkehrsstaus am Mittwochmorgen zu spät zum Dienst erschienen wären. Sie befürchteten nun arbeits- und dienstrechtlichen Konsequenzen.

Ihnen war daher die Idee gekommen, den Angriff auf dem Weg zum Dienst vorzutäuschen. Die leichten Verletzungen haben sich die beiden jungen Männer vor der Anzeigenerstattung selbst beigebracht ("Fulda aktuell" berichtete).

Strafrechtlich müssen sie sich nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat verantworten.

Die Nachricht über die Attacke hatte ein großes Medienecho hervorgerufen. Unter anderem hatte auch der Präsident der Internationalen Offiziers- und Soldatengesellschaft (IOS), Hauptmann der Reserve Günter Wolf (Hünfeld), "mit Entsetzen und Abscheu sowie mit großem Unverständnis" reagiert.

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