Polizei im Gespräch

Hnfeld. Die kontrovers diskutierte Sperrzeitverkrzung fr groe Zeltveranstaltungen im Kreis Fulda auf drei Uhr zeigt nach Eins

Hnfeld. Die kontrovers diskutierte Sperrzeitverkrzung fr groe Zeltveranstaltungen im Kreis Fulda auf drei Uhr zeigt nach Einschtzung der Polizei in Hnfeld deutlich Wirkung. Wie Herbert Bensing, Leiter der Polizeistation Hnfeld und Dieter Kmmel, Ermittlungsgruppenleiter der Station in einem Arbeitsgesprch mit Hnfelds Brgermeister Dr. Eberhard Fennel und dem Ordnungsamtsleiter, Thomas Henkel, erklrten, habe es bei der ersten groen Veranstaltung im Hnfelder Land einen deutlichen Rckgang der Straftaten gegeben. Wurden im vergangenen Jahr bei der gleichen Veranstaltung noch 30 Sachbeschdigungen registriert, so wurde in diesem Jahr kein einziger Vorfall dieser Art bei der Polizei angezeigt oder festgestellt.

Erster Polizeihauptkommissar Bensing fhrte dies auch auf die Sperrzeitverkrzung zurck, die nach Feststellungen seiner Beamten sowohl von den Veranstaltern als auch von den jugendlichen Gsten akzeptiert worden sei. Diese gingen sehr pragmatisch damit um. Es habe keine Probleme bei der Durchsetzung der verkrzten Sperrzeit gegeben. Dennoch wolle die Polizei auch bei kommenden Veranstaltungen eine konsequente berwachung vornehmen.

Die Brgermeister hatten sich auf Ebene des Landkreises Fulda auf diese gemeinsame Sperrzeit fr Zeltveranstaltungen und Openair-Veranstaltungen verstndigt. Polizeihauptkommissar Kmmel pldierte dafr, auch das Gesprch mit den Nachbargemeinden auerhalb des Kreisgebietes zu suchen, um dort zu hnlichen Regelungen zu kommen. Nach wie vor bestehe vor allem an den Kreisgrenzen sonst das Problem eines spten Veranstaltungstourismus. Dies solle dazu beitragen, dass Jugendliche sich nicht ermutigt fhlten, mglicherweise unter Alkoholeinfluss noch andere Veranstaltungen auerhalb des Kreisgebiets aufzusuchen, wenn um drei Uhr die Zapfhhne im Landkreis Fulda umgedreht wrden.

Ein Problem, das Hnfelds Brgermeister Dr. Eberhard Fennel besonders am Herzen liegt, sind Rot-Licht-Snder an der Fugngerampel entlang der Rasdorfer Strae. Diese Fugngerampel sei errichtet worden, um ltere Menschen, vor allem aber Schulkinder auf dem Weg in die Johann-Adam-Frster-Schule zu schtzen. Leider habe er besorgte Hinweise von Eltern, Lehrern und Brgern entgegennehmen mssen, dass einige Autofahrer dort das Rotlicht an der Ampel missachteten. Dies deckt sich, wie Erster Polizeikommissar Herbert Bensing im Gesprch berichtete, mit den Feststellungen seiner Beamten, die gerade in letzter Zeit hufiger Auto- und Lkw-Fahrer festgestellt htten, die bei Rot ungebremst durchgefahren seien. Diese Fahrer mssten mit Fahrverboten und saftigen Bugeldern rechnen.

Diskutiert wurden in dem Arbeitsgesprch auch technische Mglichkeiten, die Fugngersicherheit dort weiter zu verbessern. Ein Problem, so der Brgermeister sei nach eigenen Beobachtungen die relativ kurze Grnphase. Fugnger seien hufig verunsichert, wenn auf halber Strecke die Fugngerampel auf Rot umschalte. Ihnen sei da nicht bewusst, dass sie noch ausreichend Zeit htten, die ganze Strae zu berqueren, bis die Ampel fr die Kraftfahrzeuge wieder auf Grn schalte. berlegungen, durch auffllige Markierungen auf der Fahrbahn oder Blinklicht auf diesen Fugngerberweg noch besser aufmerksam zu machen, wurden bislang von den zustndigen Fachbehrden fr die Bundesstrae nicht mitgetragen.

Der Brgermeister will allerdings im Rahmen der Gesprche mit dem Amt fr Straen- und Verkehrswesen einen neuen Anlauf unternehmen, da die Bundesstrae nach Fertigstellung der Nordumgehung zur Landesstrae abgestuft werden solle. Bevor das Land die Strae bernehme, msse allerdings die Fahrbahn erneuert werden. Nachgedacht werden solle dabei auch ber eine technische Zusatzeinrichtung nach dem Beispiel anderer Stdte, die mit einer Sekundenanzeige dem Fugnger deutlich machte, wie lange Zeit er noch fr die berquerung der Fahrbahn habe, bis die Fahrzeuge grn erhielten. Er hoffe, dass im Zuge dieser Baumanahmen dann doch Verbesserungen umgesetzt werden knnen.

Insgesamt ist die Sicherheitslage in Hnfeld trotz einiger Vorkommnisse vergleichsweise gut, erklrte Bensing. Die Kriminalittsstatistik verharre auf insgesamt erfreulich niedrigem Niveau. Dazu trage auch bei, dass die personelle Situation der Polizeistation sich entspannt habe, da im vergangenen Jahr vermehrt Beamte fr Groeinstze im Rhein-Main-Gebiet abgestellt werden mussten. Gegenwrtig seien alle Mitarbeiter aber wieder verfgbar. Durch den Personaleinsatz sei es auch gelungen, Tter bei einigen Dieselkraftstoffdiebsthlen in den zurckliegenden Monaten erwischen zu knnen. Dabei habe es sich auer in einem Fall um auswrtige Tter gehandelt. Bewhrt habe sich dabei die technische berwachung vieler Baustellen im Zustndigkeitsbereich.

Bewhrt haben sich auch die gemeinsamen Konzeptstreifen von Ordnungsamt und Polizei im Hnfelder Stadtgebiet und der Einsatz von Helfern des Freiwilligen Polizeidienstes. Damit stnden Mitarbeiter den Brgern als Ansprechpartner hufiger vor Ort zur Verfgung. Aus Sicht der Stadt ist eine hohe Prsenz von besonderer Bedeutung, wie Brgermeister Dr. Eberhard Fennel hervorhob. Dies erwarteten die Brger. Es sei wichtig, dass auch bei scheinbar kleinen Delikten Polizei und Ordnungskrfte den Dingen nachgingen, die in Ballungszentren angesichts der Vielzahl solcher Vorflle und der vorhandenen Ressourcen bei Polizei und Ordnungsmtern kaum mehr bewltigt werden knnten. Deshalb sei auch eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit der rtlichen Polizei von hoher Bedeutung, wie sie es seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert werde, so der Brgermeister abschlieend.

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