"Oma Emma" ist die älteste Bürgerin von Poppenhausen

Präsentieren sich gut gelaunt: Die 100-jährige Emma Brückner mit Manfred Helfrich (links), sowie Peter Detig und Hermann Müller.

Feierstunde zum 100. Geburtstag von Emma Brückner in der Rhöngemeinde Poppenhausen

Poppenhausen - Emma Brückner aus Poppenhausen, die älteste Bürgerin der Rhöngemeinde, wurde am 11. Februar 100 Jahre alt. Dies war Grund genug, das   Ereignis im Kreis der Familie, Freunde, Nachbarn und einigen Wegbegleitern  nach dem Gottesdienst im Landgasthof „Zum Stern“ auf dem Marktplatz zu feiern.

Emma Brückner wurde 1920 als jüngstes von sechs Kindern der Eheleute Berta und Valentin Krönung in Gackenhof-Bienhof geboren, wo sie gemeinsam mit einer Schwester und vier Brüdern in der bäuerlichen Landwirtschaft aufwuchs. Nachdem sie acht Jahre in Poppenhausen die Schule besuchte, erlernte sie den Beruf der Näherin, den sie in Poppenhausen, Gersfeld und der näheren Umgebung ausübte. Im Januar 1941 heiratete sie im jungen Alter von 21 Jahren den Soldaten Franz Brückner, der aus Heusenstamm, Landkreis Offenbach, stammte. Nachdem im Januar 1945 sein letzter Brief eintraf, wurde er als vermisst gemeldet.

Emma Brückner wartete vergeblich auf die erhoffte Rückkehr ihres Ehemannes und meisterte ihr Leben fortan alleine. Nach Ende ihres Berufslebens fand sie 1984 im Hause der Familie Reininger im Roten Weg eine Wohnung, in der sie bis heute lebt. Längst ist sie dort ein Teil der Familie geworden und wird liebevoll, „Oma Emma“ genannt.

Bürgermeister Manfred Helfrich gratulierte im Namen der gemeindlichen Gremien und persönlich der ältesten Mitbürgerin. Diese kennt er als schlanke, drahtige und sympathische Dame, die früher stets gut zu Fuß im Ort unterwegs war und zügig ihre Besorgungen erledigte. Dabei nutzte sie gerne die Gelegenheit, um bei Begegnungen ins Gespräch zu kommen. Leider muss sie seit geraumer Zeit mit einer Seh- und Hörschwäche zurechtkommen. Von einem Sturz hat sie sich wieder einigermaßen erholt und konnte sich daher auf das Geburtstagsfest freuen, das ihre Nichte Marita Winkler mit ihrem Mann Rudi organisiert hatte.

In seiner Gratulation bemerkte der Bürgermeister, dass die Zahl 100 allein schon beeindruckend sei, und ein 100. Geburtstag stets ein seltenes und herausragendes Ereignis sei.   Er erinnerte an Hugo Wehner, der 103 und Maria Knüttel, die sogar 105 Lebensjahre erreichten. Dank und Anerkennung richtete  Helfrich an Margarete Reininger und deren Kinder Klaus und Christine mit deren Familien für die gewährte Unterstützung und Fürsorge während der vergangenen fast vier Jahrzehnte. 

Dem schlossen sich Ortsvorsteher Peter Detig und Kreisbeigeordneter Hermann Müller an, der die Grüße, die Glückwünsche und ein Geschenk von Landrat Bernd Woide und dem Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt überbrachte.

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