„Positiv zusammen leben!“ - Die Region zeigt Herz

„Positiv zusammen leben!“ lautet wiederholt das diesjährige Motto zum Welt-Aids-Tag.

Fulda."Positiv zusammen leben!" lautet das diesjährige Motto der drei nationalen AIDS-Organisationen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Stiftung und der Deutschen AIDS-Hilfe, zum Welt-Aids-Tag.

Dank moderner Medikamente haben die meisten Menschen mit HIV eine fast normale Lebenserwartung. Sie können in jedem Beruf arbeiten, ihre Freizeit gestalten wie andere auch, Partnerschaft und Sexualität genießen und HIV-negative Kinder bekommen. Dies soll die Botschaft des diesjährigen Welt-Aids-Tages sein.

"Man kann mit HIV gut leben – aber nicht mit Diskriminierung, die leider immer noch vorkommt. Hinter dem Rücken der Betroffenen wird getuschelt, mancher Zahnarzt verweigert die Behandlung, in einigen Fällen ist sogar der Arbeitsplatz in Gefahr. Diese Zurückweisungen wegen der Infektion und die Angst davor wiegen bei den Menschen mit HIV heute meist mehr als die gesundheitlichen Folgen der Infektion", so die AIDS-Hilfe.

"Rund 3.200-mal wurde bundesweit im vergangenen Jahr die Diagnose "HIV-positiv" gestellt. Am häufigsten bei Männern, die Sex mit Männer (MSM) haben. In Deutschland leben ungefähr 80.000 mit HIV.

Obwohl sich mehr Personen testen lassen und mehr behandelt werden, steigt auch die Zahl der Personen mit noch nicht diagnostizierter HIV-Infektion über die Jahre an und lag Ende 2013 bei ca. 14.000. Kondomloser Sex mit einem (vermeintlich) HIV-negativen Partner ist heute somit riskanter als noch vor Jahren – da die Wahrscheinlichkeit höher ist, auf einen nicht diagnostizierten Partner mit hoher Viruslast zu treffen.

Niedrigschwellige Test- und Beratungsangebote v.a. für MSM sollten weiter ausgebaut werden, ebenso für Menschen, die aus Ländern stammen oder Länder besucht haben, in denen sich HIV in der Allgemeinbevölkerung stärker ausgebreitet hat", berichtet Hans-Jürgen Wolff, Berater und Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Fulda.

Auf diese genannten Aspekte will die AIDS-Hilfe zum Welt-Aids-Tag aufmerksam machen. So leisten viele freiwillige Helfer zum Welt-Aids-Tag ihren Beitrag und verteilen rote Herzluftballons und die roten Schleifen gegen eine Spende. "Die AIDS-Hilfe ist weiterhin auf Spenden zur Fortführung der vielfältigen Beratungs.- und Präventionsarbeit sowie für die Einzelhilfe für Betroffene angewiesen", so der Geschäftsführer, Hans-Jürgen Wolff.

Hierfür stellt sich der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Gerhard Möller, als Schirmherr zur Verfügung.

Die Aktionskosten für "Die Region zeigt Herz!" werden von Die Schwenninger, Krankenkasse unterstützt somit entstehen für die Aktion keine Sachkosten und die Zuwendungen sind zu 100 Prozent Spenden. Gerade Betroffene aus dem hiesigen Raum haben sich für die Fortführung der Aktion und dessen Anliegen stark gemacht und um Unterstützung bei der Krankenkasse gebeten.

Am 1. Dezember ist das Info-Zelt vor der Aids-Hilfe in der Friedrichstraße von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Gegen 16.00 Uhr findet dann noch ein "Herzballonevent" zum Gedenken an die Aids-Opfer mit einem Beitrag der Musikschule Fulda statt. Während der Öffnungszeit des Standes laden die Mitglieder des Vereins Standbesucher zu einem Kaffee zum Kennenlernen ihres Angebotes und der Räumlichkeiten ein.

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