"Preis für Vielfalt 2017" an Fuldaer Bündnis 

Preisträger und Laudatoren

Feierstunde im Berliner Willy-Brandt-Haus der SPD

Fulda - Der Verein „Bündnis Fulda-stellt-sich-quer“ war vom Arbeitskreis „Migration & Vielfalt“ der SPD nach Berlin in das Willy-Brandt-Haus eingeladen worden und konnte dort den „Preis für Vielfalt 2017“ entgegennehmen.

Mit dabei waren der Vorstand um Andreas Goerke und Rolf Müller, Kassierer Martin Übelacker und Schriftführer Volker Oertel, sechs weitere aktive Mitglieder (Silvia und Martin Oudhoff, Monika Sommer, Lothar Waschke und Lukas Goerke) sowie Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Sabine Waschke, die ebenfalls Mitglied bei „Fulda-stellt- sich quer“ ist.

Eingeleitet wurde die Ehrung mit einer Begrüßung der Landesvorsitzenden der AG, Daniele Kaya, und einer sehr lebendigen Talkrunde zum Thema „Vielfalt und rechte Anschauungen“ mit Gästen wie dem Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, und dem Autoren und Regisseur Imran Ayata vom „Ballhaus West.“

Die Laudatio für den Fuldaer Verein hielt der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Ralf Stegner. Er lobte nicht nur die von „Fulda-stellt-sich-quer“ aktuell veranstalteten und für alle Interessierten kostenlosen Argumentationstrainings und die aktive Aufklärungsarbeit an Jugendlichen über Strategien der Rechtspopulisten. Bei der Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeiten der Fuldaer Engagierten hob er hervor, dass diese gerade in Fulda nicht nur Lob und Anerkennung erführen und sprach auch von persönlichen Erlebnissen. Es sei nicht immer leicht, Haltung zu zeigen. Gut sei es zu wissen, dass Rechtspopulisten zwar immer laut seien, aber eben nicht in der Mehrheit. Ergreifend war auch die Dankesrede des Vorsitzenden, Goerke. Er sprach über die Vereinsarbeit und berichtete von schrecklichen Erfahrungen der Vereinsmitglieder und immensen persönlichen Angriffen gegen seine eigene Familie. Abgesehen von täglicher Hetze und wiederholten Morddrohungen im Netz und via Briefsendungen habe beispielsweise ein Sondereinsatzkommando um sein Haus gestanden, denn ein anonymer Anrufer habe behauptet, Goerke hätte seine Frau umgebracht. Diesen gefährlichen Angriffen zum Trotz hat das Bündnis weiter einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen Rechts in der Heimatregion geleistet. Nach dieser Dankesrede herrschte eine betroffene Stille im Saal, umso herzlicher war die darauffolgende Preisverleihung mit anschließendem Büffet, umso fröhlicher und Mut machender war die gemeinsame Zeit in Berlin. Der „Preis der Vielfalt“ wurde vor zwei Jahren ins Leben gerufen und richtet sich an Vereine und Verbände im gesamten Bundesgebiet für herausragendes Engagement.

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