Pressekonferenz der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) 

Pressekonferenz der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd): Christian Weisner, „Wir sind Kirche‐Bundesteam“ aus Dachau , Prof’in Dr. Agnes Wuckelt, stellvertretende Bundesvorsitzende „Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands“ (kfd) aus  Paderborn , Angelika Fromm, Aktion „Lila Stola“ der KirchenVolksBewegung „Wir sind Kirche“ aus Mainz,  Susanne Ludewig, „Wir sind Kirche‐Bundesteam“ aus Kassel, und Andrea Keber, „Maria 2.0 Nieder‐Olm“ aus Mainz.
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Pressekonferenz der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd): Christian Weisner, „Wir sind Kirche‐Bundesteam“ aus Dachau , Prof’in Dr. Agnes Wuckelt, stellvertretende Bundesvorsitzende „Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands“ (kfd) aus  Paderborn , Angelika Fromm, Aktion „Lila Stola“ der KirchenVolksBewegung „Wir sind Kirche“ aus Mainz,  Susanne Ludewig, „Wir sind Kirche‐Bundesteam“ aus Kassel, und Andrea Keber, „Maria 2.0 Nieder‐Olm“ aus Mainz.

Presse-Statements anlässlich der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.

Fulda. „Die Bischöfe müssen jetzt hier in Fulda und beim Synodalen Weg in gut einer Woche in Frankfurt Flagge zeigen. Es ist begrüßenswert, dass sich immer mehr Bischöfe offen für längst überfällige Reformen zeigen. Trotzdem entsteht oft der Eindruck, dass sie Entscheidungen auf die lange Bank schieben. Recht und Gerechtigkeit für alle Getauften und Gefirmten muss endlich herbeigeführt werden. Wir erwarten, dass die Bischöfe sich in ihrer Vollversammlung deutlich zum Synodalen Weg bekennen, somit den Reformprozess zu einem positiven und nachhaltigen Ergebnis bringen und sich verpflichten, die Beschlüsse umzusetzen. Der Missbrauchsskandal muss – auch in Hinsicht auf geistigen und spirituellen Missbrauch an Frauen – schneller aufgearbeitet werden. Außerdem müssen sichtbare Konsequenzen folgen“, so Prof’in Dr. Agnes Wuckelt.

„Wir Frauen und Männer von Maria 2.0 sind gerne bereit, echte Reformbemühungen von Bischöfen zu unterstützen. Aber sie müssen jetzt passieren! Nachdem wir zum dritten Mal eine Maria 2.0 Aktion in Fulda durchführen, müssen wir feststellen, dass viel zu wenig und zu langsam geschieht. Eine radikale und grundlegende Erneuerung unserer Kirche ist erforderlich - Kirchenobere haben jede Glaubwürdigkeit verspielt. Zugespitzt sehen wir das in der Entscheidung des Papstes, Erzbischof Dr. Stefan Heße trotz der klaren Pflichtverletzungen früher in Köln im Amt zu lassen. Das ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der Betroffenen und zeigt einmal mehr, dass man nicht bereit ist, sich der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle zu stellen und echte Verantwortung zu übernehmen. Die Zeiten des Abwartens und der Geduld sind vorbei. Deshalb: ‚Wir bleiben laut!‘“, erklärt Andrea Keber.

Angelika Fromm, von der „Aktion Lila Stola“ der“ KirchenVolksBewegung“ „Wir sind Kirche“ aus Mainz sagt: „Die Frage nach Geschlechtergerechtigkeit in der römisch‐katholischen Kirche war eine der fünf Forderungen des KirchenVolksBegehrens 1995 und ist heute eine der zentralen Fragen beim 
Synodalen Weg. Papst  Johannes  Paul  II.  hat  die  Frauenordination  1994  für  unmöglich  erklärt  („Ordinatio sacerdotalis“), doch die theologische Forschung hat die gegenteiligen patriarchalen Argumente
inzwischen widerlegt. Ein Strukturwandel steht an, bei dem auch die Ämterfrage neu gestellt werden muss. 
Es  ist  vollkommen  weltfremd  und  zerstörerisch,  wenn  in  unseren  heutigen  demokratischen Gesellschaften, in denen die Menschenrechte in den Verfassungen gelten, eine weltweit noch immer so einflussreiche Institution wie die römisch‐katholische Kirche den Frauen untersagt, ihre  Berufungen  und  Charismen  zu  leben.  Welches  Unrecht  und  welche  Vergeudung  von Begabungen, die in der Seelsorge dringend gebraucht würden. Der Klerikalismus widerspricht der biblischen Botschaft und der Praxis der Urkirche, in der es Diakoninnen, Priesterinnen und sogar Bischöfinnen gab. Die römisch‐katholische Kirche könnte von ihrer biblischen Botschaft her ein positives Vorbild für  die  patriarchalen  Religionen  sein,  die  Frauen  und  Minderheiten  unterdrücken, bevormunden und auf ihr Geschlecht reduzieren. Das wäre ein heilsames Zeichen. Die notwendenden Reformen lassen sich aufgrund der gegenwärtigen Kirchenstruktur aber nur gemeinsam mit den Bischöfen durchsetzen und denen möchte ich sagen: ‚Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit“ (MT 6,33)‘.“

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