pro&contra: Kosenamen für Autos?

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Ist es sinnvoll, seinen fahrbaren Untersatz mit einem Spitznamen zu versehen? Sabine Grebe und Christopher Göbel sind sich da nicht einig.

Hilfreich für potenzielle Käufer

Für die einen ist ein Auto ein Gebrauchsgegenstand, andere haben eine sehr persönliche Beziehung zu ihrem Pkw. Es wird gepflegt und gehegt, regelmäßig inspiziert und repariert, gewaschen und Innen vom Staub befreit. Auch wenn ich nicht zu dieser Gruppe gehöre – wer eine solche "Beziehung” zu seinem Auto hat, gibt diesem auch einen persönlichen Namen. Laut Statistik vergibt etwa jeder siebte Deutsche dem Auto einen Kose- oder Spitznamen, die für einen potenziellen Käufer auch hilfreich sein können

Ein gutes Beispiel ist der "Trabi”, der von seinen Besitzern auch "Rennpappe” oder "Fluchtkoffer” genannt wurde. In diesem Falle spiegelt der Name eher die Fahreigenschaften des Autos wider und macht deutlich, warum Autohersteller Kosenamen nicht unbedingt befürworten. Autos erhalten vom Werk extra Namen, aus denen sich nicht einfach Spitznamen ableiten lassen, um negative Kosenamen zu vermeiden. Dass das auch schief gehen kann, zeigen zahlreiche Beispiele der Branche. Namen wie "Laputa” hätten im Vorfeld ‘mal übersetzt werden sollen.

Der Name bedeutet aus dem spanischen übersetzt "Die Hure”, was nicht verkaufsfördernd war. Ist man selbst auf Autosuche, sollte man unbedingt darauf achten, wie diese Automarke von den Besitzern genannt wird, das kann einiges über die Eigenschaften des Wagens aussagen.

Mein Auto ist zum Fahren da

Wer bitte gibt seinem Auto einen Namen? Ich jedenfalls nicht. Zumindet keinen anderen, als den, den die Herstellerfirma vorgegeben hat. Ich fahre einen "Almera” reicht mir vollkommen aus. Eine Freundin von mir aus Jugendtagen nannte ihre kleine Klitsche "Dudu”. Weil das Kennzeichen XXX-DU lautete. Ich fand das damals schon albern, denn ich identifiziere mich nicht mit meinem Fahrzeug.

Ich nutze es – leider viel zu oft –, lasse es reparieren, wenn etwas kaputt ist und fahre vielleicht zweimal pro Jahr durch die Waschstraße. Innen wird ihm etwas mehr Pflege zuteil. Aber nur, weil ich ab und zu jemanden mitnehme. Und da muss die Karre ja nicht wie ein Saustall aussehen. Aber ich käme wirklich niemals auf die Idee, meinem fahrbaren Untersatz einen Namen oder gar einen Kosenamen zu verpassen. Ich brauche das nicht und mein Auto erst recht nicht. Es ist ja auch nicht mein erstes Fahrzeug.

Wenn ich diesem einen Namen gäbe, würde es mir wahrscheinlich auch mehr wehtun, es zu verkaufen oder gar irgendwann zu verschrotten. Mit Namen wäre mein Auto kein Gebrauchsgegenstand mehr, sondern so eine Art Familienmitglied. Und so eng ist meine Beziehung zu meinem Auto eben nicht. Und wird es auch nicht werden. Übrigens: Als "Dudu” einem Blechschaden-Unfall zum Opfer fiel, flossen sogar Tränen.

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