pro&contra: Die Sommer- und die Winterzeit

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Christopher Göbel und Antonia Schmidt halten die Zeitumstellung für unterschiedlich sinnvoll.

Chance seine Zeit besser zu nutzen

Ich finde die Zeitumstellung zweimal im Jahr sinnvoll. Wer möchte schon im Sommer, dass die Sonne bereits um drei Uhr aufgeht. Für abendliche Open-Air- Mahlzeiten nehme ich gerne die eine Stunde in Kauf, die mir am Beginn der Sommerzeit "geklaut" wird. Es wäre zu bedauern, wenn Grillpartys früher enden müssten, da die Sonne leider schon untergegangen ist.

Ebenso würde der frühe Sonnenaufgang viele Feierwütige früher aus Clubs und Bars locken, da sie nicht mehr den Schutz der dunklen Nacht genießen könnten und die Folgen der durchfeierten Nacht (noch) besser zum Vorschein kommen würden. Ich selbst verlasse einen Club oder eine Bar, in der ich gefeiert habe auch lieber ohne Sonnenaufgang. Auch ist der menschliche Tagesrhythmus ja nicht an die Zeit gebunden, die uns die Gesellschaft vorgegeben hat. Es ist unnatürlich für den Menschen, seine Ruhezeiten nach der Uhrzeit zu richten. Wen kümmert es, ob die die Uhr 22 oder 21 Uhr für meine Schlafenszeit anzeigt?

Unsere Nachbarländer halten auch an dem System der Zeitumstellung fest, warum sollten wir nun etwas ändern, um dann bei einer Reise ins Ausland, unter dem "Problem" zu leiden über das sich so viele Beschweren. Wäre die Zeitumstellung nicht dann ein Faktor, der meinen Urlaub negativ beeinflusst?

Vollkommen überholte Maßnahme

Jedes Jahr muss ich mich zweimal sehr aufregen – vor allem, weil ich weiß, dass ich nicht wirklich etwas dagegen tun kann: Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit und zurück. Ich halte diese Maßnahme für vollkommen unsinnig. Zumindest heutzutage.

Mir hat auch noch niemand plausibel erklären können, warum wir eigentlich einmal pro Jahr eine Stunde weggenommen bekommen, die uns dann rund sechs Monate später wieder "geschenkt” wird. Weder die Rehe noch die Wildschweine schert es, ob wir stets zur gleichen Tageszeit durch den Wald fahren. Sie rennen uns uhrzeitunabhängig vors Auto. Aber wir Menschen haben Probleme damit. Den unsere innere Uhr kommt aus dem Gleichgewicht – ähnlich einem Mini-Jetlag.

Im Frühling sind vor allem unsere Kinder noch nicht müde, obwohl es eigentlich Schlafenszeit ist. Und im Herbst ist es genau andersherum. Die Sonne scheint durch diesen blöden Wechsel nicht mehr und nicht weniger. Und auch Energie sparen wir keine. Warum also schaffen wir diese Zeitumstellung nicht endgültig ab? Aber bitte: Ich bin lernfähig. Wenn mir jemand eine allumfassende Erläuterung gibt, warum Sommer- und Winterzeit für unser Leben unabdingbar sind, denke ich zumindest darüber nach, ob ich sie gut finden könnte. Naja, vielleicht jedenfalls ... ;-)

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