Pro&Contra: Viele verschiedene Passwörter nutzen?

Das Redaktions-Duo Antonia Schmidt un Christopher Göbel sinniert über Sicherheit und Faulheit bei Internet-Passwörtern.

Pro: Einen „Tresor“ für alle Passwörter nutzen

Diese Frage kann ich nur mit einem klaren „Ja“ beantworten. Die Sicherheit meiner Accounts – und davon gibt es inzwischen zahlreiche – ist mir wichtig. Natürlich ist es aufwändiger, sich immer neue Passwörter auszudenken. Und auch das Merken kann gelegentlich zum Problem werden. Ich habe eine Möglichkeit gefunden, alle diese Passwörter zu verwalten. Das mag vielleicht nicht die wirklich sicherste Möglichkeit sein, aber es ist eine, die für mich gangbar ist und mit der ich mich weitestgehend sicher fühle: In einem Programm habe ich sämtliche Zugangsdaten gespeichert. Dazu brauche ich mir nur ein einziges Passwort zu merken, um die Datenbank des Programms zu öffnen. Heute benötigt man für fast alles, was man per Computer oder Handy erledigt, einen Benutzernamen und ein Passwort. Das sind mit der Zeit mehrere hundert – und irgendwann verliert man den Überblick. Mir ist klar, dass dasselbe Passwort für alle Seiten und Apps sehr bequem ist, aber es ist eben auch sehr unsicher. Online-Shopping, soziale Netze, Foren und mehr – wer das Passwort eines anderen herausbekommen hat, kann dort viel Unfug treiben, der bis zu finanziellen Verlusten führen kann. Ich rate wirklich dazu, sichere Passwörter zu verwenden, auch wenn es etwas mehr Hirnschmalz benötigt, sich diese zu merken. Und wer auch einem verschlüsselten Programm nicht vertraut, für den gibt es immer noch Zettel und Stift und ein verschlossenes Kästchen dafür.

Contra: Wenn ich nicht so faul und vergesslich wäre ...

Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige Mensch, der es zwar besser weiß, aber trotzdem so ziemlich immer das selbe Passwort nutzt. Wieso? Natürlich aus Bequemlichkeit. Ich gebe es zu, ich bin viel zu faul und vergesslich, um mir viele und dazu noch komplizierte Passwörter zu merken. Dazu kommt, dass ich beispielsweise die Passwörter meiner Sozialmedia-Accounts auf meinem privaten Laptop gespeichert habe, um sie nicht immer eingegeben zu müssen. Alles andere wäre für meine faule Seele einfach zu anstrengend.

Mich persönlich freut es ungemein, dass meine Banking-App und auch „Paypal“ einfach mit meinem Fingerabdruck zu entsperren sind. Falls dieser mal nicht funktioniert, dann muss ich erstmal in meinen Unterlagen schauen, wie denn diese extrem sicheren und aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlenkombinationen bestehenden Passwörter lauten. Sie in meinem Kopf zu bekommen ist einfach unmöglich. Und tatsächlich habe ich Angst, wenn ich lese, dass ein Schüler sich Informationen über Politiker, Journalisten und andere Prominente einfach aus dem Netz gezogen hat. Könnte mir das auch passieren? Vermutlich ja. Weil ich einfach zu unvorsichtig bei meiner Passwortwahl bin. Obwohl ich es wirklich besser weiß. Doch sind wir mal ehrlich? Was würde ein Hacker mit meinen Sozialmedia-Accounts wollen? Ich denke, so spannend sind sie nicht.

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