Pro&Contra: Weihnachtsmärkte – hopp oder topp?

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Jennifer Sippel und Christopher Göbel sind unterschiedliche Weihnachtsmarktbesucher-Typen. Wer gerne geht und wer nicht, lesen Sie hier.

Weihnachtsmärkte sind ein Muss!

Endlich ist sie wieder da: die Zeit der Weihnachtsmärkte. Für mich gehört der Besuch von Weihnachtsmärkten zur Weihnachtszeit wie die Komödie "Dinner for One" zu Silvester. Überall duftet es nach gebrannten Mandeln, nach Kerzen aus Bienenwachs und nach Glühwein.

Man streift durch die wunderschön dekorierten Buden mit allerlei Köstlichkeiten, hübsch geschnitzten Schwibbögen oder selbstgestrickten Socken und Mützen. Schön warm in Mütze, Schal und Winterjacke eingemummelt und vielleicht noch mit einem warmen Getränk in der Hand, gibt es für mich im Winter kaum etwas Schöneres, als über einen Weihnachtsmarkt zu schlendern. Ich selbst gebe zu, dass ich eher selten etwas auf den Märkten kaufe, außer etwas zu trinken und eventuell einer Kleinigkeit zu essen.

Ich genieße einfach das Bummeln von einem Stand zum nächsten. Ich stöbere, schaue, begutachte und freue mich wie ein kleines Kind über die schöne Atmosphäre. Die Lichter leuchten, die Menschen sind fröhlich – Es scheint schon irgendwie ein besonderer Zauber, ein magischer Hauch auf vielen Weihnachtsmärkten zu liegen.

Je nachdem, wo in der Region man einen Weihnachtsmarkt besucht, trifft man Bekannte, mit denen man noch einen kurzen Plausch abhalten kann. Noch schöner wird so ein Weihnachtsmarktbesuch meiner Meinung nach nur noch, wenn Schnee liegt. Dann kommt natürlich gleich viel mehr weihnachtliche Stimmung auf

Schlimmer als Schuhe kaufe

Weihnachtsmarkt – oh weh! Ich bin absolut kein Fan davon, bibbernd in der Kälte zu stehen, im dichten Gedränge meine Lieben zusammenzuhalten und am Kinderkarussell zu warten, bis die Fahrchips endlich aufgebraucht sind. Wenn es ganz dicke kommt, dann schneit es nicht einmal, sondern Regen oder Niesel vermiesen mir einen Weihnachtsmarktbesuch erst recht.

Klar schaue ich – vor allem meiner Familie zuliebe – auch ‘mal auf einem Weihnachtsmarkt vorbei. Aber das ist dann für mich ein bisschen so wie Männer beim Schuheinkauf der Damen: Herumstehen und warten, dass endlich jeder selbstgeschnitzte Nikolaus begutachtet, jede kitschig bemalte Glaskugel kommentiert und mindestens eine Tüte überteuerter gebrannter Mandeln gekauft ist. Ich habe in meinem Leben selten so gefroren wie auf diversen Weihnachtsmärkten – egal wie dick ich eingepackt war.

Wenn ich mir dann anschaue, was dort oft angeboten wird, dann frage ich mich, wer so etwas eigentlich kauft. Und wofür. Ich brauche nicht jedes Jahr etwas neues zur adventlichen Dekoration. Und auch meine Handschuhe, Schals und Mützen halten länger. Bratwurst – gut, zum abendlichen Hunger stillen soll es mir recht sein.

Glühwein mag ich nicht und der Kinderpunsch, der auf manchen Märkten angeboten wird, schmeckt fast noch fürchterlicher. Aber wie immer: Ich habe meine Meinung zum Thema Weihnachtsmärkte, möchte aber niemandem etwas vermiesen. Genießen Sie die Adventszeit, wie es Ihnen gefällt.

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