Mit 3,0 Promille: Ehepaar verhindert Weiterfahrt eines Lkw-Fahrers auf der A 7

Ein Ehepaar aus Bad Kissingen verhinderte die Weiterfahrt eines Lkw-Fahrers auf der A7, der mit 3,0 Promille nicht mehr fahrttüchtig war.

Großenmoor - Am Sonntag, 18. November, gegen 15.55 Uhr, war ein Ehepaar aus Bad Kissingen mit dem Pkw auf der A 7 in Richtung Würzburg unterwegs, als sie auf einen Lastzug einer Spedition aus dem Raum Gütersloh aufmerksam wurden. Der Fahrer des Lastzuges fuhr "Schlangenlinien". Er kam nach links auf den zweiten Fahrstreifen, zog dann wieder nach rechts und befuhr den Standstreifen und teilweise auch schon den Grünstreifen. Das Bad Kissinger Ehepaar vermutete gesundheitliche Probleme des Lkw-Fahrers. Im dreispurigen Bereich überholten die Beiden und sahen, dass der Fahrer schräg hinter dem Lenkrad hing. Mit Handzeichen, Hupen und Einschalten der Warnblinkanlage versuchten sie, den offensichtlich "hilfebedürftigen" Mann auf sich aufmerksam zu machen und zur Ausfahrt auf den nächsten Parkplatz zu bewegen. Dies blieb jedoch zunächst ohne Erfolg. Erst unmittelbar vor der Tank- und Rastanlage Großenmoor folgte der Lkw-Fahrer dem Pkw.

Nachdem der Lastzug stand, wollte das Ehepaar sofort helfen und einen Rettungswagen verständigen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass der Mann gesund, aber nicht nüchtern war. Nach kurzer Überzeugungsarbeit übergab der stark alkoholisierte 58-Jährige aus Lettland seinen Fahrzeugschlüssel dem 41- jährigen Bad Kissinger.

In der Zwischenzeit waren die verständigten Autobahnpolizisten aus Petersberg bereits vor Ort eingetroffen und übernahmen den Probanden. Zu einem Alkoholtest kam es nicht. Der Fahrer war hierzu nicht mehr imstande. Er musste mit zur Dienststelle und sich einer Blutprobe unterziehen. Sein lettischer Führerschein wurde sichergestellt. Zudem ordnete die Staatsanwaltschaft Fulda eine Sicherheitsleistung für das zu erwartende Strafverfahren in Höhe von 1.000 Euro an, die auch bezahlt wurde.

Vor der Weiterfahrt des Ehepaares, dankte die Streife der Polizeiautobahnstation Petersberg dem Ehepaar für ihr beherztes und mutiges Eingreifen recht herzlich. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Beiden nicht zu dieser Zeit an diesem Ort gewesen wären.

Zwischenzeitlich liegt auch das Ergebnis der Blutprobe vor. Laut Gutachten der Rechtsmedizin hatte der Lette 3,00 Promille im Blut.

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