Protestaktionen und Warnstreiks

IG Metall: Tarifverhandlungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie unterbrochen Fulda. Wir bleiben bei unserer

IG Metall: Tarifverhandlungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie unterbrochen

Fulda. Wir bleiben bei unserer Forderung von 5,5 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergtungen fr alle Beschftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie. Das Angebot der Arbeitgeber empfinden alle Textiler in und um Fulda ebenso als Zumutung und Provokation wie ihre Kollegen in der gesamten Bundesrepublik.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch im Raum Fulda in der kommenden Woche zu Protestaktionen und Warnstreiks kommt ist hoch. Entscheiden werden das die betrieblichen Funktionre am nchsten Montag, so Ferdinand Hareter von der IG Metall.

Vor dem Hintergrund massiver Preissteigerungen bei Lebensmitteln, l, Gas, Strom und Benzin und einer stark gestiegenen Produktivitt in der Branche bedeute das Angebot der Arbeitgeber unter dem Strich sogar eine Lohnkrzung, so Hareter. Dies sei nicht hinnehmbar. Liege doch der derzeitige Tariflohn fr einen Facharbeiter in der Textilindustrie im Schnitt bei bescheidenen 1.750 brutto im Monat.

Nach den Vorstellungen des Arbeitgeberverbandes sollten die Beschftigten ab dem 1. Mrz 2008 gerade mal 2,2 Prozent fr 14 Monate und weitere 1,8 Prozent ab 1. Mai 2009 fr zehn Monate erhalten. Zudem sollten die angebotenen individuellen Einmalzahlungen von 0,5 Prozent verringert oder gestrichen werden knnen. Umgerechnet seien das mickrige 2 % pro Jahr mehr. Die IG Metall wolle aber 5,5 % bei einer Laufzeit von einem Jahr.

Wir haben jetzt ab Freitag, den 01. Mrz 2008, 0.00 Uhr einen tariflosen Zustand. Die Friedenspflicht ist dann abgelaufen. Wir werden den Arbeitgebern klar machen mssen, dass auch die Arbeitnehmer der Textil- und Bekleidungsindustrie nicht nur Kostenfaktoren, sondern Menschen sind, die ein Einkommen brauchen, mit dem sie auch auskommen knnen, so Hareter.

Nach Meinung der IG Metall msse es nach Jahren des Lohndumpings wieder krftige Lohn- und Gehaltssteigerungen geben. Es knne nicht hingenommen werden, dass Arbeitnehmer stndig zum Verzicht gezwungen wrden, whrend auf der anderen Seite die Manager ohne Hemmungen absahnten. Diese Entwicklung sei sozial ungerecht und wirtschaftlich dumm.

Laut Hareter htten es jetzt die Arbeitgeber in der Hand, ob der Tarifkonflikt in der Textil- und Bekleidungsindustrie eskaliere oder nicht. Die Verhandlungen seien ohne Vereinbarung eines neuen Termins unterbrochen worden. Die IG Metall bleibe dabei: Die Forderung von 5,5 % sei fr die Arbeitnehmer unabdingbar, beweise Augenma, belaste die Unternehmen nicht ber Gebhr und sei fr diese auch verkraftbar.

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