Prozessauftakt: Somalier wegen versuchten Totschlags vor Gericht

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Der 23-jährige Angeklagte mit seinem Anwalt Knut Hillebrand.

Seit dem heutigen Dienstagmorgen steht ein 23-jähriger Somalier wegen versuchten Totschlags vor dem Fuldaer Landgericht.

von Martina Lewinski

Fulda - Die Strafakte des 23-jährigen Somaliers Nurradin M.-T. ist lang. Vor sieben Jahren flüchtete der Angeklagte alleine aus seiner Heimat. Seit 2013 lebt er in Deutschland. Bis vor zwei Jahren unauffällig. Doch der 23-Jährige fällt immer wieder durch sein aggressives Verhalten auf. Polizeilich ist er bekannt durch Diebstähle, unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln und Beleidigung.

Nach einem erfolgreichen Diebstahl nahm ihn ein Zeuge tanzend vor einem Lebensmittelmarkt wahr und berichtete über Rufe, wie „Ich ficke Deutschland! Ich ficke euch alle!“ Vor einem Buchladen beschimpfte er einen Lieferdienst mit „Scheiß Deutschland! Scheiß Nazi!“, und klaute ein Paket Bücher. Seinen Sprachkurs brach der Somalier nach 60 Stunden ab, da er sich dort nicht ausreichend betreut fühlte. Seit dem heutigen Dienstagmorgen steht Nurradin M.-T. wieder einmal vor Gericht. Verhandelt wird eine Tat die er am Abend des 10. Februars in der Löhrstraße begangen haben soll. Vor dem Landgericht Fulda muss er sich nun wegen versuchtem Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Den Vorsitz hat Richter Joseph Richter. Am besagten Abend traf er auf den Geschädigten und soll mit den Worten „Give me the cigarette, the cigarette is mine. Allahu akbar! I kill christians!“ eine Zigarette verlangt haben. Als der Angesprochene diese jedoch nicht aushändigen wollte, soll der 23-Jährige mit einem Messer in Richtung Hals Brust und Schulter gestochen haben. Der Geschädigte konnte jedoch ausweichen und flüchtete in Richtung „CineStar“. Dort griff der Somalier sein Opfer erneut an.

Danach suchte er Schutz in der Gaststätte „Hendl Stub’n“. Dort versuchte der Verfolgte die Tür festzuhalten damit der Angeklagte ihn nicht erwischen konnte. Immer wieder rief der Angeklagte: „I’m a moslem, I will kill you, I kill christians, Allahu akbar!“ Dort benachrichtigten Zeugen die Polizei. Erst dann flüchtete M.-T. Er befindet sich seit dem 11. Februar in Untersuchungshaft. Eine zweimonatige Ersatzstrafe saß er bereits ab. Seit Ende Juni verbüßt er in der JVA Fulda eine siebenmonatige Freiheitsstrafe in einer anderen Strafsache. Es sind fünf weitere Verhandlungstermine angesetzt.

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