Quellengutachten

RHN. Die hessische Verwaltungsstelle des Biosphrenreservats Rhn betreibt seit mehreren Jahren im Rahmen ihrer Forschungsttigke

RHN. Die hessische Verwaltungsstelle des Biosphrenreservats Rhn betreibt seit mehreren Jahren im Rahmen ihrer Forschungsttigkeit die systematische Erfassung der Quellen. Bislang wurden im hessischen Teil der Rhn 721 Quellen erfasst. 2008 konnten durch den Landesverband fr Hhlen- und Karstforschung unter Leitung von Stefan Zaenker 100 Quellen am Westhang der Wasserkuppe mit Schwerpunkt in der Gemeinde Poppenhausen kartiert werden. Mit von der Partei waren weitere Fachleute und weitere Ehrenamtler. Stefan Zaenker berichtete im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe ber die wesentlichen Ergebnisse dieser im Schwerpunkt faunistischen Kartierung. Vor wenigen Tagen wurde der umfangreiche Abschlussbericht im Beisein von Landrat Bernd Woide an die Mitarbeiter der hessischen Verwaltungsstelle bergeben. Landrat Woide lobte diese Forschungsttigkeit, mit der die Rhn einen Spitzenplatz unter den deutschen Groschutzgebieten einnehme. Gerade Wasser sei eine Ressource, die immer mehr an Bedeutung gewinne.

Quellen sind einzigartige, gesetzlich geschtzte Lebensrume im bergangsbereich vom Grundwasser zum offen zu Tage tretenden Fliegewsser. In der Vergangenheit wurden viele Quellen aus mangelnder Kenntnis ber die Bedeutung dieses Lebensraums fr zahlreiche kleine und Kleinstlebewesen, wie beispielsweise die Rhnquellschnecke, gefasst oder technisch ausgebaut. Sehr oft wurde dadurch die notwendige Rckwandermglichkeit der Organismen in den Grundwasserleiter unterbrochen. Zur Zeit erkunden die Mitarbeiter der Verwaltungsstelle, welche kritischen Quellfassungen wieder renaturiert werden knnen. Stefan Zaenker hat Vorschlge unterbreitet, wie dies geschehen kann, ohne die Nutzung des abflieenden Wassers zum Beispiel als Trnke fr das Weidevieh einzuschrnken. Im aktuellen Untersuchungsgebiet sind 21 Quellen durch Verrohrungen oder Quellfassungen beeintrchtigt. Als sehr hilfreich erweisen sich in hierbei die Sponsorenmittel der Brauereien Hochstift, Fulda, und Will-Bru, Motten.

In insgesamt 49 der jetzt untersuchten Quellen konnte der Alpenstrudelwurm, eine Eiszeitreliktart, festgestellt werden, der ein Anzeiger fr absolut sauberes Wasser ist. Die nur in der Rhn und im Vogelsberg vorkommende Rhnquellschnecke wurde in 61 Quellen gefunden. Die Quellenkartierung soll, so Fachbereichsleiter Otto Evers, im folgenden Jahr fortgefhrt werden. Auch im bayerischen und thringischen Teil des Biosphrenreservats Rhn werden Quellen im Rahmen der lnderbergreifenden Zusammenarbeit erfasst.

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