Radom – was tun ?

Von Norman Krtge Gersfeld/Wasserkuppe. Seit Jahrzehnten ist es das Wahrzeichen der Wasserkuppe das Radom. Der Kuppelbau auf Hessen

Von Norman Krtge

Gersfeld/Wasserkuppe. Seit Jahrzehnten ist es das Wahrzeichen der Wasserkuppe das Radom. Der Kuppelbau auf Hessens hchstem Berg beherbergte jahrelang Radaranlagen der amerikanischen und deutschen Streitkrfte. Zeitweise waren es sogar vier der weithin sichtbaren Bauwerke. Doch die letzte verbliebene Kuppel steht seit 2003 leer. Das Areal gehrt seit vergangenem Sommer der Stadt Gersfeld.

Was soll nun mit dem auf 950 Metern Hhe liegendem Radom passieren? Abriss? Oder anderweitige Nutzung, beispielsweise durch die gemeinntzige Radom-Gesellschaft und dem Fliegerverein? Schon seit lngerem wird darber diskutiert. Zuletzt sorgte Fuldas Landrat Bernd Woide mit seiner Idee, einen Leuchtturm anstelle des Radoms zu errichten, fr Schlagzeilen und nun reichlich Stoff fr die Btten-Redner.Im Rahmen eines Workshops fanden diese Woche im Brgerhaus des Gersfelder Stadtteils Rodenbach nun erstmals alle direkt und indirekt Beteiligten zusammen, um durchaus kontrovers zu diskutieren, wie Woide anschlieend berichtete. Es wurde eine Bestandsaufnahme gemacht sowie Grundstze, Richtlinien und Interessen formuliert.Die Zukunft des Kuppelbaus ist nach dem Workshop allerdings genauso ungewiss wie zuvor. Fest steht nur: Eine Landmarke wird es geben entweder das Radom oder irgendein anderes, weit sichtbares Objekt. Klren soll dies eine Machbarkeitsstudie, die der Landkreis in Auftrag gibt.Lange Zeit lassen drfen sich die Verantwortlichen nicht am 31. Dezember 2008 ist nmlich Schluss. Ab da kann die Stadt Gersfeld vom Bund verlangen, dass das Gelnde in den Urzustand zurck gebaut wird. Sprich: Alle Gebude und das Radom abzureien. Der wirtschaftliche Nutzen der Kuppel muss geprft werden, betonte Woide. Die 26 Teilnehmer des Workshops haben sich offensichtlich auch darber verstndigt, dass das Areal verstrkt touristisch genutzt werden soll. So knne in den Radom-Sockel beispielsweise ein Info-Zentrum zu den Themen Wetter und Biosphrenreservat Einzug halten. Allerdings sollte auch die Spa-Nutzung, die den Besuch der Wasserkuppe fr Jung und Alt zu einem Erlebnis macht, bercksichtigt werden. Wichtig sei, so Woide, dass das Thema Wasserkuppe in Gnze weitergebracht werde und nicht die berregionale Bedeutung aus den Augen verloren wird. In einem Rahmenkonzept sollten beispielsweise auch die Wegebeziehungen und die Beschilderung fr Touristen einflieen. Zudem mssten Frdermittel des Landes angezapft werden.

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