"Opferhilfe Fulda" weiht neue Räumlichkeiten ein

Einweihung der "Opferhilfe Fulda": Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, OB Dr. Heiko Wingenfeld und Polizeipräsident Günther Voß (von rechts) 

Einrichtung ist seit Donnerstag im Gerloser Weg 20 zu finden / Hessens Justizministerin: Ein wichtiger Anlaufpunkt

Fulda - Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat am Donnerstagvormittag gemeinsam mit  Fuldas Oberbürgermeister  Dr. Heiko Wingenfeld, dem Polizeipräsidenten und Vorstandsmitglied, Günther Voß, dem Vizepräsidenten des Landgerichts Fulda und Landesvorsitzenden des "Weißen Ringes", Dr. Patrick Liesching sowie Dr. Christoph Gebhardt vom "Förderverein für die Opferhilfen" in Hessen, die Räumlichkeiten der neu gegründeten "Opferhilfe Fulda" im Gerloser Weg 20 eingeweiht.

In ihrem Grußwort ging die Justizministerin auf die Bedeutung des Opferschutzes ein: „Die Gründung der Opferhilfe in Fulda vor wenigen Monaten und nun die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten vor Ort sind echte Meilensteine bei unseren Bemühungen im Ausbau unseres flächendeckenden Angebotes im Bereich Opfer- und Zeugenschutz. Den Schutz der Opfer und Zeugen von Straftaten sehe ich als eine der wichtigsten Aufgaben an. Opfer oder Zeuge einer Straftat zu werden ist ein einschneidendes Erlebnis. Die Opferhilfevereine bieten in solchen Situationen professionelle Unterstützung an und sind so ein wichtiger Bestandteil unserer Opferschutzmaßnahmen.“

„In den letzten Jahren haben wir im Bereich Opfer- und Zeugenschutz viel erreicht. Mit knapp über einer Million Euro hat das Land Hessen noch nie so viel für den Opfer- und Zeugenschutz ausgegeben, wie in den letzten und in den kommenden Jahren. Zahlreiche Zeugen- und Kinderzeugenzimmer wurden eingerichtet und für die psychosoziale Prozessbetreuung von Opfern und Zeugen setzen wir jährlich 250.000 Euro zusätzlich ein. Natürlich ist der beste Opferschutz, erst gar keine Opfer entstehen zu lassen. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren auch sehr viele Maßnahmen im Bereich der Kriminalitätsprävention ergriffen. In vielen Bereichen, etwa der Jugendkriminalität, kann man einen signifikanten Rückgang der Kriminalität verzeichnen. Das ist auch Ergebnis dieser Arbeit“, so Kühne-Hörmann. Sie kündigte ferner an: „Es gibt aber auch kriminelle Wachstumsfelder, etwa der Bereich der Kinderpornografie im Internet sowie die Internetkriminalität im Allgemeinen. Hier werden wir unsere Arbeit sowohl im Bereich der Prävention als auch im Bereich der Verfolgung von Straftaten weiter intensivieren.“

„Die Betreuung von Opfern ist mit der Begleitung des Strafverfahrens nicht abgeschlossen. Anzeigeerstatter oder auch Zeugen wollen manchmal einfach nur wissen, wie die Verfahren ausgegangen sind oder haben andere Fragen zum Verfahren. Auch hier können die Opferberatungsstellen wichtige Partner und Anlaufpunkt sein. Wir werden deshalb in Hessen nicht nachlassen, das Angebot im Bereich Opfer- und Zeugenschutz weiter auszubauen“, so die Justizministerin.

„Das geht nicht ohne Partner. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass sich, wie auch in anderen Standorten in Hessen, die Partner in Fulda gefunden haben. Polizei, Staatsanwaltschaft, Opferhilfevereine und der Weiße Ring verbinden große Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Betroffenen. Die offizielle Einweihung der Räumlichkeiten möchte ich deshalb auch dazu nutzen, allen die zur Verwirklichung des Projektes beigetragen haben, zu danken und Ihnen für die Arbeit die jetzt vor Ihnen liegt, viel Erfolg zu wünschen“, sagte Kühne-Hörmann.

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