Raus aus dem Hamsterrad !

Passionszeit: Abstand vom Alltag nehmen Von NORMAN KRTGE Fulda/Dipperz. Aus dem Hamsterrad des Alltags aussteigen, Auszeiten nehmen, sich besinn

Passionszeit: Abstand vom Alltag nehmen

Von NORMAN KRTGE

Fulda/Dipperz. Aus dem Hamsterrad des Alltags aussteigen, Auszeiten nehmen, sich besinnen und dem nachspren, das wirklich zhlt viele Menschen wnschen sich dies in der schnelllebigen Welt. Die knapp siebenwchige Zeit zwischen Fastnacht und Ostern der Passionszeit ist fr viele ein willkommener Anlass, Worten auch Taten folgen zu lassen.Da gibt es zum einen das traditionelle Fasten. Viele Christen verzichten seit Aschermittwoch zeichenhaft und ganz bewusst, indem sie sich beispielsweise in freier Entscheidung vornehmen, bis Ostern auf Alkohol, Rauchen oder Sigkeiten zu verzichten.

In ihren Weisungen zur kirchlichen Bupraxis unterstreichen die deutschen Bischfe ausdrcklich den Sinn eines solchen besonderen persnlichen Fastenopfers. Sie sehen die Bedeutung der Fastenzeit darin, sich selbst und den eigenen Lebensstil so zu ndern, dass durch Besinnung und Gebet, heilsamen Verzicht und neue Sorge freinander, Christus wieder mehr Raum in unserem Leben gewinnt.

Das vielerorts angebotene Heilfasten in Gruppen dient also nicht nur dazu, berflssige Pfunde loszuwerden, sondern auch fr krperliches Wohlbefinden zu sorgen. Krper und Geist sollen in Einklang gebracht werden.

Viele Menschen nutzen die Passionszeit aber auch auf eine andere Weise, um zu einer Atempause zu kommen, wie die diesjhrige Aktion Sieben Wochen ohne der evangelischen Kirche betitelt ist. Jeder Mitfastende hat die Mglichkeit, eigene Schwerpunkte und Mastbe in dieser Zeit zu setzen. Sei es eben nun der Verzicht auf Fleisch, Schokolade, Alkohol und Zigaretten oder aber auf Fernsehen, Fastfood, Computerspiele, Meckern...

Sinn und Zweck des Verzichts ist jeweils der Gleiche: Eingeschliffene Alltagsgewohnheiten berdenken und sich Dinge bewusst machen. Und dabei ganz wichtig: Wo Verzicht ist, ist Platz fr Neues! Mal wieder Briefe schreiben, abends spazieren gehen, Klavier spielen oder Gesellschaftsspiele ausprobieren.

Die Christen in Dipperz gehen dabei einen gemeinsamen Weg. Sie bieten an vier Sonntagen kumenische Andachten mit Erfahrungsaustausch an. Wir wollen positive Anregungen geben, sagt Pfarrer Georg Ander-Molnr. So gibt es in den Andachten beispielsweise kurze Anspiele. Etwa ein Gesprch im Supermarkt, bei dem es ums Fasten geht. Ander-Molnr hat aber auch beobachtet, dass viele Menschen Verzicht ben, ohne in Gruppen oder in die Kirche zu gehen. Das ist okay. Sie machen es ja fr sich und fr keinen anderen.

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