Gefahren durch kranke Bäume: Sperrungen am Rauschenberg

+

Erst Kampfmittel, nun stark geschädigte Bäume: Gemeindeverwaltung Petersberg ist zum Handeln gezwungen

Petersberg - Am Rauschenberg droht jetzt auch noch Gefahr durch erkrankte Bäume: "Kampfmittel und kranker Baumbestand führen zu weiteren Sperrungen des beliebten Naherholungsgebietes in Petersberg", teilt die Gemeinde mit.

„Eigentlich wollten wir bereits zum Ende diesen Jahres den Rauschenberg wieder zur uneingeschränkten Nutzung freigegeben haben“, berichtet Bürgermeister Carsten Froß in einer Pressemitteilung. "Die vorbereitenden Abstimmungen mit dem Kampfmittelräumdienst in Darmstadt, die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und letztlich die grundsätzliche Klärung der Finanzierung der Maßnahmen haben uns allerdings das gesamte Jahr über beschäftigt. Tatsächlich stehen wir nun kurz vor der Ausschreibung der Kampfmittelsondierungsmaßnahmen, die aufgrund der kalkulierten Kosten in einer europaweiten Ausschreibung münden wird“, berichtet der Bürgermeister.

„Erfreulicherweise liegt seit ein paar Tagen erstmals eine schriftliche Rückmeldung aus dem Ministerium in Wiesbaden vor, in dem uns eine bis zu 75prozentige Kostenbeteiligung durch das Land Hessen in Aussicht gestellt wird. Parallel dazu stehe ich mit unserem Landrat in Kontakt, um auch hier abzuklären, welche finanzielle Beteiligung seitens des Landkreises Fulda möglich ist.“

Soweit. So gut. In der vergangenen Woche erreichte allerdings eine weitere Nachricht die Gemeindeverwaltung. Bei aktuellen Verkehrssicherungskontrollen durch Hessen-Forst wurde festgestellt, dass zahlreiche Bäume auf dem Rauschenberg - insbesondere Buchen - durch die massive Trockenheit der vergangenen Sommer mit Wurzelschäden und Sonnenbrand so stark geschädigt sind, dass die Standsicherheit massiv gefährdet ist. Wie Hessen-Forst weiterhin mitgeteilt hat, werden die geschwächten Bäume mit Pilzen besiedelt, die sie zum Absterben bringen. Dabei können Teile der Baumkrone oder auch ganze Stämme unkontrolliert abbrechen.

Die Kontrollen, die durch Luftbilder und vor Ort Überprüfungen belegt sind, haben gezeigt, dass rund 60 Bäume stark geschädigt sind. Die betroffenen Bäume stehen in großen Teilen entlang der bisher noch freigegebenen Lauf- und Wanderwege. Die Schädigung ist allerdings so schnell und weit fortgeschritten, dass seitens der Gemeinde unmittelbare Maßnahmen zur Sicherung unternommen werden müssen.

Die gemeindlichen Gärtner prüfen derzeit gemeinsam mit einem Dienstleister die betroffenen Wege und nehmen Schnitt- und Sicherungsarbeiten vor, soweit diese von den freigegebenen Wegen aus möglich sind. Im Rahmen der Gefahrenabwehr ist der Bürgermeister gezwungen, Arbeiten abseits der Wege strengstens zu untersagen. Derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass es lediglich gelingen wird, die Wege im äußeren Bereich des Rauschenberges verkehrssicher zu gestalten und weiterhin zur Gemeinnutzung freizugeben. Die hierfür notwendigen Arbeiten sollen im Laufe dieser Woche beendet sein.

Die auf der Karte gekennzeichneten Wege werden allerdings gesperrt werden müssen. Diese Wege dürfen auf keinen Fall begangen und/oder befahren werden, da hier Lebensgefahr durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume besteht. Das betrifft leider auch alle nicht ausgebauten Pfade, die zum Wartturm führen. Der Turm wird ab sofort ebenfalls verschlossen.

„Diese Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen“, erläutert Froß den Sachverhalt. „Auch ich habe als Kind auf und neben den Wegen am Rauschenberg gespielt. Ebenso wie viele andere meiner oder früherer Generationen haben wir dort getobt, gegraben und geklettert. Mit dem aktuellen Wissensstand ist allerdings eine völlig neue Lage eingetreten. Als Eigentümer der Flächen am Rauschenberg steht die Gemeinde Petersberg voll in der Verantwortung. Das Risiko, dass nun doch etwas passiert, ist einfach zu groß. Wir dürfen Menschenleben weder durch Kampfmittel noch durch umstürzende Bäume gefährden und bitten daher um Beachtung und Verständnis für diese Entscheidung.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Leuchtende Kinderaugen: „Fuldaer Tafel“ verteilt Weihnachtsgeschenke

Die "Fuldaer Tafel" hat keinen Mangel an Weihnachtsgeschenk-Spenden. Die rund 950 Kinder, die die Tafel als Kunden hat, werden sich freuen.
Leuchtende Kinderaugen: „Fuldaer Tafel“ verteilt Weihnachtsgeschenke

Eichenzell: 14.000 Euro Schaden bei nächtlicher Spritztour

Heute früh, 8. Dezember, kam es gegen 4.40 Uhr zu einem Verkehrsunfall in Eichenzell.
Eichenzell: 14.000 Euro Schaden bei nächtlicher Spritztour

Weihnachtliche Artistik: Fuldaer Weihnachts-Circus mit neuem Showprogramm

Vom 21. Dezember bis zum 6. Januar gastiert der Fuldaer Weihnachtscircus wieder auf dem Fuldaer Messegelände.
Weihnachtliche Artistik: Fuldaer Weihnachts-Circus mit neuem Showprogramm

Viel mehr als ein Rennen: Sascha Gramm aus Hainzell lief quer durch Mosambik

40-jähriger Lauftrainer wird hervorragender Zweiter beim "Ultra Africa Race" / Beeindruckende Begegnungen 
Viel mehr als ein Rennen: Sascha Gramm aus Hainzell lief quer durch Mosambik

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.