Rauschgift gebunkert: Tatverdächtige gehen Fuldaer Kripo ins Netz

Drogen im Wert von 50.000 Euro deponierte Trio in Bunkern rund um Fulda.

Hinweise auf einen professionellen und florierenden Handel mit Rauschgift im Landkreis Fulda ergaben sich während laufender Ermittlungen der Kripo Fulda. Das Betäubungsmittelkommissariat übernahm daher im Juli 2017 die Sachbearbeitung des Verfahrens. Neben dem Hauptverdächtigen, einen 48-jährigen, einschlägig polizeibekannten und vorbestraften Mann aus Fulda, richtete sich der Verdacht auch gegen zwei ebenfalls polizeibekannte Personen, einen 47-jährigen Mann aus Fulda sowie eine 37-jährige Frau aus dem Main-Kinzig-Kreis. Diese fungierten für den Hauptverdächtigen als Verteiler der Drogen.

Um seinen Handel mit Betäubungsmitteln zu organisieren, war der Hauptverdächtige mehrmals mit einem Flugzeug in das europäische Ausland gereist, um dort seine Drogengeschäfte zu organisieren. Das Rauschgift deponierte er später in mehreren Bunkern in einem großen Waldgebiet bei Fulda.

Das zuständige Amtsgericht Fulda erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Fulda gegen den Hauptverdächtigen einen Untersuchungshaftbefehl. Bei seiner Festnahme Mitte Oktober, klickten die Handschellen nach der Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt auf einem deutschen Flughafen. Bei seiner Festnahme führte er mehrere tausend Euro - mutmaßlich aus Drogengeschäften - sowie mehrere Handys mit sich.

Infolge der Festnahme des Hauptverdächtigen kam es auch zur Festnahme seiner beiden Komplizen. In den Wohnungen aller drei Tatverdächtigen fanden die Ermittler 100 Gramm Marihuana sowie Verpackungsmaterialien, Kommunikationsgeräte und Reisedokumente. Bei der aufwändigen Durchsuchung des Waldstücks konnten die Beamten in mehreren Bunkern etwa 200 Gramm Heroin, über 170 Gramm Kokain, fast zwei Kilogramm Marihuana und mehr als 400 Gramm Haschisch sicherstellen. Im Straßenverkauf hätten die sichergestellten Drogen etwa 50.000 Euro erzielt.

Der 48-Jährige wurde in Untersuchungshaft genommen, der 47-jährige Mann und die 37-jährige Frau nach ihren Vernehmungen und der erkennungsdienstlichen Behandlung auf freien Fuß gesetzt.

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