Redaktions-Probefahrt mit dem Toyota C-HR Hybrid: Zwei Motoren unter der Haube

"Fulda aktuell" testete ein Hybrid-Fahrzeug, das sowohl durch Strom als auch mit Benzin angetrieben wird.

Petersberg - „Ein Hybridauto fahren? Ich doch nicht!“ So oder ähnlich geht es vielen Fahrern von Benzin- oder Diesel-Autos. Das zumindest sagt Rafael Gonzalez Torres, Betriebsleiter beim „Auto­haus Nix“ in Petersberg. Der „Toyota“-Händler hat der Redaktion von „Fulda aktuell“ angeboten, einmal den „C-HR Hybrid“ zu testen.

Der Wagen hat ein stufenloses Automatikgetriebe, einen 1,8-Liter-Benzinmotor und einen Elektromotor. Die Systemleistung liegt dabei insgesamt bei 90 kW oder122 PS. Bis 50 Stundenkilometer wird das Auto rein elektrisch angetrieben, ab da springt der Benzinmotor ein. Die stufenlose Automatikschaltung lässt das Gefährt, das ab 27.390 Euro zu haben ist, nahezu geräuschlos über die Bundesstraße rollen.

Batterie lädt während der Fahrt

Wir machen uns von Petersberg durch Fulda auf den Weg zum „Schloss Fasanerie“, um sowohl Stadt- als auch ein bisschen Überlandverkehr zu testen. Das große Display des Bordcomputers gibt Aufschluss darüber, wie man den Wagen fährt. „Beim Bremsen oder durch den Rollwiderstand beim Fahren wird die Batterie automatisch aufgeladen“, sagt Gonzalez. Die Batterie muss also überhaupt nicht extern geladen werden. Die Fahrt zur Tankstelle ist obligatorisch, aber sehr viel seltener als mit einem reinen Diesel oder Benziner. „Ich habe Kunden, die fahren den ,C-HR’ mit vier Litern auf 100 Kilometer“, sagt Gonzalez. Dieser niedrige Verbrauch und der ebenfalls niedrigere CO2-Ausstoß sind vor allem Argumente für umwelt- und preisbewusste Autofahrer.

Ein großer Vorteil zu einem reinen Elektroauto ist die Unabhängigkeit – auch für lange Urlaubsstrecken. Denn sollte die Batterie wirklich einmal schlappmachen, ist die nächste Benzin Tankstelle schnell gefunden. Bei normaler Fahrweise erreicht der „C-HR“ ein Ziel in 800 bis 850 Kilometern, wenn Tank und Batterie beim Start voll sind.

Wir sind noch in Bronzell und biegen Richtung „Fasanerie“ ab. Der Wagen schnurrt wie ein Kätzchen, das Display verkündet, dass wir rein elektrisch unterwegs sind. Während der Fahrt erklärt der Betriebsleiter, dass „Toyota“ im Hybridbereich weltweit konkurrenzlos ist. Es gibt nahezu alle neueren Modelle in Benzin- und Hybridvarianten. „Hybrid“ kommt übrigens aus dem Lateinischen und heißt soviel wie gekreuzt, gemischt oder gebündelt. Beim Auto bedeutet das also, dass Benzin- und Elektroantrieb zusammenarbeiten.

Wie auf Wolken

Am „Schloss Fasanerie“ angekommen stehen ein Foto-Shooting und ein paar Filmaufnahmen auf dem Programm. Nachdem der Hinweg vom Betriebsleiter übernommen wurde, bin nun ich dran. Automatikerfahrung habe ich, sodass mir der sehr geräuscharme Start leichtfällt. Gasgeben – obwohl das eigentlich das falsche Wort ist – und los. Wie auf Wolken fährt der „C-HR“. Schalten entfällt, lediglich bremsen und beschleunigen muss ich. Und natürlich lenken. Ich bemerke nicht, in welchem Moment das Auto den Gang wechselt. Ich fühle auch nicht, wann Strom und wann Benzin uns antreiben. Die beiden Motoren sind in trauter Innigkeit unter der Motorhaube, die Batterie unter den Rücksitzen verbaut. Gonzalez: „Der Wagen hat keinen Steuerriemen, keine Lichtmaschine und keinen Anlasser“. Das bedeutet: Weniger Verschleißteile und weniger Wartung. Und die dauerhaft niedrige Kfz-Steuer für Hybridfahrzeuge wäre für mich ein weiterer Pluspunkt, wenn die nächste Auto-Anschaffung ansteht.

"Diplom" nach der Probefahrt

Bei der Auswertung der Daten nach der Rückkehr ins Autohaus zeigt sich, dass wir mit einem Anteil von rund 70 Prozent während unserer Fahrt mit Elektroantrieb unterwegs waren. Das steht in meinem „Diplom“, das ich am Ende der Fahrt ausgehändigt bekomme.

Fazit: Für ein Hybridfahrzeug muss der Fahrer nichts neu lernen. Es gibt beim Fahren keine fühlbaren Unterschiede zum Benziner. Die ausgereifte Technik inklusive aller sicherheitsrelevanten Komponenten macht das Fahren mit einem Hybridauto zu einem sparsamen, umweltfreundlichen und sicheren Erlebnis.

Rubriklistenbild: © Göbel

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