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Redaktionshund Bruno: Tierisch überlegen

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Jetzt müsst ihr langsam herabsteigen von eurem hohen Ross, ihr Herrchen und Frauchen dieser Welt. Die "Spezies Tier" ist euch in vielen Bel

Jetzt müsst ihr langsam herabsteigen von eurem hohen Ross, ihr Herrchen und Frauchen dieser Welt. Die "Spezies Tier" ist euch in vielen Belangen überlegen, was ich an drei aktuellen "Beziehungskisten" zwischen Mensch und Tier deutlich machen möchte. Da gibt es in Piemont einen Kater, der jeden Tag an das Grab seines im September vergangenen Jahres verstorbenen Herrchens pilgert  und ihm "kleine Geschenke" mitbringt: Bonbon-Papierchen, Blätter,  Zweige oder Blüten. Diese herzzerreißende Geschichte einer außergewöhnlichen Tierliebe rührt ganz Italien und ringt nicht nur der Witwe Tränen ab: "Mein verstorbener Mann und der Kater waren ein Herz und eine Seele. Er wich keine Sekunde und keinen Schritt von seiner Seite." Jetzt tigert der Stubentiger eben jeden Tag zum Friedhof.

Eine andere, nicht ganz so ehrenvolle, dafür umso gerissenere Rolle und Route wählte eine Katze in Brasilien, die sozusagen als Bau-Botin, als Knast-Kassiber benutzt wurde. Unter ihrem buschigen Bauch hatten Ganoven ein Handy, eine Feile, ein Drogenpäckchen und die neuesten Nachrichten befestigt und das Tier als Grenzgänger zwischen drinnen und draußen missbraucht. Als die Knast-Katze sich wieder einmal selbst durch die laschen Kontrollen, löchrige Zäune und über hohe Mauern in das Gefängnis schmuggeln wollte, klingelte das Mobiltelefon an ihrem Wanst – und das Tier war als Mittäter überführt und festgesetzt. Wie festgebunden muss sich auch der deutsche Zeitfahr-Radsprint-Weltmeister Tony Martin vorgekommen sein, der im Wettstreit Mensch gegen Tier, Radrennfahrer gegen Rennpferd, klar den kürzeren zog: Über  1.000 Meter war er in den Dünen von Dubai gegen das Lieblings-Rennpferd von Scheich Ibn bin Hassan Abdullah Mussa al Arabi el Daressalam angetreten  und hatte gegen den edlen Hengst "Wüstenwind" eine klare Niederlage einstecken müssen.

Wenn ich Euch jetzt noch erzähle, dass in den deutschen Zoos Elefanten die ausrangierten Weihnachtsbäume umweltgerecht und klimaneutral verspeisen (natürlich sind diese nur ohne Lametta, Kugeln und Kerzen für die Dickhäuter eine Delikatesse), dann sind das nur vier Beispiele, welche die haushohe (partielle) Überlegenheit von Tieren über die Menschen belegen.

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