In der Region verwurzelt: VR-Bank NordRhön feierte 150-jähriges Bestehen

Hünfeld. Vom Kaiserreich durch zwei Weltkriege hindurch bis zum heutigen Tage zeichnet sich die VR-Bank NordRhön als genossenschaftlich und erfolgre

Hünfeld. Vom Kaiserreich durch zwei Weltkriege hindurch bis zum heutigen Tage zeichnet sich die VR-Bank NordRhön als genossenschaftlich und erfolgreich agierendes Bankinstitut der Region aus. Das Geschäftsgebiet reicht von  Tann bis Unterbreitzbach, von Hünfeld bis Stadtlengsfeld. Rund 15.500 Mitglieder und 40.000 Kunden hat die Bank heute.

Am 30. Januar 1862 legten die beiden Visionäre Franz Carl Aha und Robert Vogt den Grundstein für die heutige Bank. Sie gründeten mit 120 Bürgern – eine stattliche Anzahl bei einer Einwohnerzahl Hünfelds von damals knapp 2.000 – den ersten genossenschaftlichen Zusammenschluss in der Region. In Monatsraten von zwei Silbergroschen wurden die Stammanteile der Mitglieder angesammelt. Wer einen Kredit bekommen wollte, wurde damals laut Statut nach "Thätigkeit, Geschicklichkeit, Ordnungsliebe und Rechtlichkeit" beurteilt.

Heute hat sich die Genossenschaftsbank zu einem solide wirtschaftenden Unternehmen entwickelt, das aus einer Fusion von sieben Banken aus den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Wartburgkreis entstand. "Es ist nahezu ein Manifest, dass eine Genossenschaftsbank 150 Jahre alt wird", sagte Uwe Fröhlich, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, während des Festaktes zum 150-jährigen Bestehen der VR-Bank Nord-Rhön am Montagabend in der Hünfelder Stadthalle. Fröhlich ging  in seiner Festrede auch auf die Finanzkrise ein, die er als "keine Bankenkrise, sondern eine Staatsschuldenkrise" bezeichnete. Die Volks- und Raiffeisenbanken trügen rund 15 Prozent des Gesamtkreditvolumens und etwa 14 Prozent des Einlagevermögens in Deutschland.

Zuvor hatte Vorstandssprecher Alfred Etzel einen Rückblick auf die vergangenen 150 Jahre geworfen. Im Namen seiner Vorstandskollegen Werner Eichler und Walter Mengel begrüßte er die rund 300 geladenen Gäste. Er betonte die Grundwerte der Genossenschaften: "Hilfe zur Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung" seien die Vision der Genossenschaftsbank-Gründer Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich-Wilhelm Raiffeisen gewesen. "Die genossenschaftlichen Werte sind nach wie vor Maßstab für unsere Entscheidungen, Handlungen und Pläne", sagte Etzel.

Fuldas Landrat Bernd Woide lobte die VR-Bank NordRhön als fest verwurzelt mit der Region, geführt von Menschen aus der Region. "Wir brauchen sie, machen Sie so weiter", rief er dem Aufsichtsrat, dem Vorstand und den derzeit 265 Mitarbeitern zu. "Sie haben stets Seriosität vor Gewinnmaximierung gesetzt", sagte Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel . "Ohne die VR-Bank Nord­-Rhön wäre die Region ein Stück ärmer." IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schunck bezeichnete das Geldinstitut als "sicheren Anker", der "nicht auf riskante Renditejagd" gegangen sei. Weitere Grußworte sprachen Edgar Schneider vom Genossenschaftsverband Frankfurt, Aufsichtsratsvorsitzende Matthias Vogt,  der Dermbacher Bürgermeister Thomas Hugk und Georg Volta vom Vorstand der Föhr-Amrumer Bank, seit 1984 Partnerbank.

Durch den Abend führte die Katja Momberg, die neben den Rednern den Männergesangsverein Hünfeld unter der Leitung von Vladimir Langstein und das Hünfelder Kammerorchester an der Wigbertschule unter Leitung von Thomas Nüdling ankündigte, die den Abend kulturell begleiteten. Während des Festmenüs unterhielt das "Salonorchester Hofberg unter der Leitung von Harald Halsch die feiernden Gäste der VR-Bank NordRhön aus Hünfeld, Burghaun, Eiterfeld, Hofbieber, Nüsttal, Tann, Hohenroda, Dermbach und Geisa.

Über das Jahr 2012 verteilt hat der Vorstand ein Programm ausgearbeitet, das Highlights für jedes Alter und für jeden Geschmack bereithält. Informationen dazu gibt es im Internet unter der Adresse www.150jahre-vr-bank.de .

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