Im Reich der Mitte

Fulda. Schon zum zweiten Mal reiste krzlich eine groe Schlergruppe der Rabanus-Maurus-Schule nach China. Der Besuch fhrte sie

Fulda.Schon zum zweiten Mal reiste krzlich eine groe Schlergruppe der Rabanus-Maurus-Schule nach China. Der Besuch fhrte sie in die Hafenstadt Ningbo, die hierzulande zwar kaum bekannt ist, mit ber 5,5 Millionen Einwohner aber deutlich grer ist als jede deutsche Stadt.

Begleitet von vier Lehrkrften erwiderten die 31 Schlerinnen und Schler einen Besuch ihrer chinesischen Partnerschler aus dem Vorjahr.

Obwohl die Huamao Foreign Languages School ein Internat ist, waren die deutschen Gste zum grten Teil in den Familien untergebracht. Die meisten Paare" waren sich ja bereits persnlich bekannt und somit gab es ein freudiges Wiedersehen, denn Berhrungsngste gab es keine. Die Begegnungssprache war Englisch und wenn wirklich einmal der Wortschatz nicht ausreichte, dann verstndigte man sich ber Mimik und Gestik. Eine Woche verbrachten die Domgymnasiasten bei ihren chinesischen Gastfamilien. Doch egal, ob sie relativ einfach oder eher komfortabel untergebracht waren - alle wurden sehr herzlich aufgenommen und verwhnt.

Aufgrund der restriktiven chinesischen Familienpolitik gibt es in der Regel nur Einzelkinder und die werden dann von allen Familienmitgliedern entsprechend ge- beziehungsweise verhtschelt. Nicht anders erging es auch den Jugendlichen aus Fulda, und dementsprechend berwltigt waren sie dann auch von dieser besonderen Form der chinesischen Gastfreundschaft. Dass im Laufe des Aufenthalts viele freundschaftliche Bande geknpft werden konnten, wurde sptestens beim abschlieenden Kulturabend mit gemeinsamen Spielen, Tanzvorfhrungen, Musik- und Gesangsdarbietungen deutlich. Bei allen sichtbaren aber auch gefhlten Unterschieden sind sich diese jungen Menschen aus zwei so verschiedenen Kulturkreisen doch viel hnlicher als man anfangs vermuten durfte. So wurde an diesem Abend und am nchsten Morgen bei der Abfahrt so manche Trne nicht nur heimlich vergossen.

Stand in der ersten Woche gemeinsamer Unterricht und das Erkunden der nheren Umgebung auf dem Programm, so ging es anschlieend fr die deutsche Gruppe per Bus; Bahn, Boot und Flugzeug auf eine erlebnisreiche Rundreise", die den jungen Menschen und ihren Begleitern weitere Eindrcke vom Riesenreich China vermitteln sollte. Zunchst ging es nach Hangzhou, dem beliebtesten Reiseziel fr Chinesen. Der Westlake mit der Blumen- bucht und die Kulturstrae sind dort die grten Anziehungspunkte. Weiter fhrte die Reise nach Suzhou, dass wegen seiner Kanle auch als das chinesische Venedig bezeichnet wird. Die Besichtigung einer Seidenfabrik vermittelte einen Einblick in die Produktion eines der wichtigsten Export- aber auch Kulturgter. In Shanghai, der vielleicht wichtigsten chinesischen Metropole standen unter anderem ein Besuch des Internationalen Finanzzentrums, dem derzeit hchsten Gebude Chinas sowie ein Spaziergang am Bond, der prchtigen Uferpromenade auf dem Programm.

Nach dem Besuch der Millionenstdte ging es per Nachtzug zum Drei-Schluchten-Staudamm, an dem sich die Gruppe persnlich ein Bild davon machen konnte, welche gewaltigen Vernderungen der Bau dieses gigantischen aber auch weltweit umstrittenen Projektes fr die Region darstellt. Die letzten Tage verbrachten die Reisenden aus der Domstadt in der Hauptstadt Peking, wo die Besichtigung der Groen Mauer, der Besuch des Kaiserpalastes und anderer Sehenswrdigkeiten vorgesehen waren.

Kulinarisch durfte natrlich auch die traditionelle Pekingente nicht fehlen. Whrend ihres Aufenthalts in China hatten sich die Gste aus dem fernen Deutschland so sehr an die chinesische Kche und die Essstbchen gewhnt, dass zum Schluss nur noch selten etwas auf den Tisch fiel und kaum brig blieb.

Von den Eindrcken auf dieser Reise werden die Weltenbummler vom Domgymnasium sicherlich noch sehr lange zehren und einige haben auch schon kundgetan: Nchstes Mal sind wir wieder dabei!"

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