"reisewelt"-Geschäftsführung: "Der Kunde soll sich wohl fühlen"

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Dennis Krug und Gabriele Vor von der "reisewelt"-Geschäftsführung im Gespräch mit "Fulda aktuell"-Redaktionsleiter Bertram Lenz  und Mediaberater Matthias Kaib (rechts)

"Fulda aktuell"-Redaktionsgespräch mit Gabriele Vor und Dennis Krug vom Reiseunternehmen aus Neuhof

Neuhof - Seit einer Woche sind in Hessen Sommerferien und viele Familien vielleicht entweder schon in Urlaub gefahren oder stecken voller Vorfreude auf ein paar erholsame Tage. Gabriele Vor und Dennis Krug sind beide Geschäftsführer der „reisewelt Teiser & Hüter GmbH“ in Neuhof und plaudern im „Fulda aktuell“-Gespräch über Urlaubstrends, aber auch über das Unternehmen selbst. Dessen Leistungsspektrum und Angebotspalette zeigt sich alljährlich bei der zweitägigen Reisemesse im Gemeindezentrum Neuhof, die stets viele Besucher aus nah und fern anlockt.

Auch in diesem Frühjahr waren nicht nur die beliebten Reiseziele von Interesse, sondern auch (noch) eher unbekannte Destinationen wie Montenegro oder Armenien. Und natürlich Afrika: Ob Südafrika, Uganda, Tansania, Äthiopien, Kenia oder Namibia. Krug verrät noch einen weiteren Namen, will dieses sehr reizvolle Land aber noch nicht in der Öffentlichkeit als Reiseziel lesen.

Mit Leidenschaft

 Die „reisewelt“, 1990 von den Eheleuten Andrea und Joachim Teiser sowie von Barbara Hüter gegründet, hat sich aus kleinsten Anfängen zu einem Reiseveranstalter entwickelt, der sich weit über diese Region hinaus fest etabliert hat ist und dessen Mitarbeiter vor allem eines wollen: Der Kunde soll sich wohl fühlen, wo immer er sich auch befindet.

Vor: „Unser Credo ist es, keine Reisen von der Stange zu kaufen, sondern selbst zu entwickeln. Wir und alle unsere Mitarbeiter brennen für den Job und für die jeweilige Destination, für die sie zuständig sind. Im Tourismus muss generell viel Leidenschaft mit dabei sein, um die Kunden damit anstecken zu können“.

Am Anfang standen Reisen nach Kroatien, erinnern sich Vor und Krug, die bereits 19 beziehungsweise zwölf Jahre für die „reisewelt“ tätig sind. Beide verweisen stolz auf die Pionierarbeit des Unternehmens, das als eines der ersten in Deutschland zu Beginn der 90er-Jahre Kreuzfahrten, auch für die ganze Familie, angeboten hat.

„Ein Grund für unseren Erfolg ist sicherlich auch jener, dass wir gleich auf ein Komplettpaket gesetzt haben: Das bedeutet, der Reisende wird von Anfang an betreut und kann sich daher ganz auf seinen Urlaub konzentrieren. Die Anreise hin zum Ablegeort beispielsweise eines Kreuzfahrtschiffes ist somit Teil des Urlaubs und nicht stressiges und notwendiges Übel“. Diese Aussage ergänzt Krug: „Eine individuelle Betreuung ist ganz wichtig, denn der Urlaub sollte dann beginnen, wenn die Haustür abgeschlossen wird“. So sei bei Kur- und Wellnessreisen die Haustürabholung deutschlandweit inklusive und die An- und Abreise dank moderner Fernreisebusse organisiert, mit denen man sicher und bequem das jeweilige Ziel erreiche.

Rolle der Reiseleiter

Eine ganz wichtige Rolle bei dieser Rundum-Betreuung komme natürlich den Reiseleitern zu, die stets ein offenes Ohr dafür haben sollten, was dem Kunden am Herzen liegt. „Das müssen aber nicht nur Probleme oder Beschwerden sein, sondern auch Tipps unter anderem zu lohnenden Ausflugszielen“. Vor weiter: „Unsere Reiseleiter müssen 24 Stunden lang für den Kunden da sein“. Stellvertretend für die 20 teils festangestellten, teils freiberuflich tätigen Reiseleiter, nennen beide Dr. Fritz Jantschke: Der Zoologe habe bereits mit Bernhard Grzimek gearbeitet und sei ein Experte unter anderem für Ostafrika. Alle Reiseleiter seien im Übrigen in das „reisewelt“-Team integriert und hielten stets engen Kontakt.

Unter einem Dach

Apropos Team: Insgesamt sind für das Unternehmen 38 Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen tätig. Denn, und da spürt man den Stolz von Vor und Krug auf ihre kreative Truppe: Bei der „reisewelt“ ist alles hausgemacht, kommt alles aus einer Hand. Die Homepage wird selbst gestaltet, ebenso das Befüllen der Social Media-Kanäle und das Erarbeiten der Kataloge. „Das ist, so wie jetzt beim Winterkatalog mit seinen gut 260 Seiten, eine ganze Menge Holz. Und in Kürze steht die Produktion des ,Fernweh-Kataloges’ an. Der wird großartig“ , so Vor. Dieses „Alles-aus-einer-Hand“ habe den Vorteil, schnell und flexibel reagieren und gemeinsame Gedanken in das gemeinsame Produkt einfließen lassen zu können.

Weil es der „reisewelt’“ sehr wichtig ist, den Kunden für die verschiedenen Destinationen verschiedene Angebote zu unterbreiten, die der jeweiligen Alters- und Interessensgruppe angepasst sind, gehört dazu, dass man sich zunächst intensiv vor Ort über eine mögliche neue Destination informiert. Krug: „Diese Aufgabe nimmt neben unseren Reiseleitern auch die Geschäftsführung wahr und prüft genauestens, um dem Kunden dann gute und sachdienliche Informationen liefern zu können“. Es könne Jahre dauern, ein neues Urlaubsziel aufzubauen und zu etablieren.

Beispiel Armenien: Dies sei ganz frisch im Angebot und könne sich als sehr lohnendes Ziel erweisen. Krug: „Die erste Gruppe, die dort gewesen ist, kam ganz begeistert zurück“. Der Wert aktueller Informationen zeige sich auch dann, wenn ein Urlaubsland, aus welchen Gründen auch immer, in die Negativschlagzeilen gekommen ist. „Dann setzen wir uns mit unserem Reiseleiter in Verbindung und sagen ihm: ,Fahr’ runter’. Denn seine Eindrücke, gerade auch aufgrund von Gesprächen mit Einheimischen, sind viel authentischer als jene, die von den Medien verbreitet werden“.

Apropos Kontakt mit der Bevölkerung: Großen Wert legen die Verantwortlichen der „reisewelt“ auf soziale Verantwortung und nachhaltiges Wirken. „Wir verfolgen das Ziel, Geld ins jeweilige Land zu bringen und auch dort zu lassen“. Dazu gehört nicht nur die Unterstützung von Initiativen vor Ort, sondern auch von Organisationen, die in der Region Fulda ihren Sitz haben. Wie die „Kinderhilfe Sri Lanka“, die in Neuhof zu Hause ist.

Denn der Kaligemeinde fühlt man sich ohnedies sehr verbunden: „Hier ist und bleibt unsere Basis, weil wir hier unseren Ursprung haben“, erläutert Krug zum Abschluss des Gespräches.

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