DRK Hünfeld stellt jetzt auch Notärzte

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Die Teilnehmer des Pressegespräches, initiiert vom "DRK-Kreisverband Hünfeld", sowie Rettungsdienstmitarbeiter. 

DRK Hünfeld stellt jetzt auch Notärzte

Hünfeld - Es schien, als hätte ein Regisseur im Hintergrund die Fäden gezogen: Kaum war das offizielle Pressegespräch beendet, stand plötzlich ein Einsatz an. Und die Besatzung des Noteinsatzfahrzeuges mit Stephan Horenkamp an Bord musste los, um Menschen in Not zu helfen. Der 58-Jährige gebürtige Paderborner ist in Grebenhain zu Hause und (noch) Facharzt für Allgemeinchirurgie am "Eichhof-Krankenhaus" Lauterbach. Zum 1. Juli hat er als fest angestellter Notarzt die ärztliche Leitung über den Notarztstandort Hünfeld übernommen und koordiniert den gesamten Personaleinsatz.

Hintergründe erläuterten Dr. Eberhard Fennel, Präsident des DRK-Kreisverbandes Hünfeld, DRK-Kreisgeschäftsführer Hans-Herbert Knittel, Steffen Diegmüller, Qualitätsmanagementbeauftragter und Beauftragter für den Notarztstandort Hünfeld, sowie Frank Reith, beim Landkreis Fulda Fachdienstleiter im Gefahrenabwehrzentrum. Zugegen beim Pressegespräch waren zudem Kreisverbandsärztin Sonja Raschka sowie Rettungsdienstmitarbeiter. Ort des Geschehens war das so genannte "Wachgebäude", das sich an der Liegendeinfahrt der "Helios St.-Elisabeth-Klinik" Hünfeld befindet.

Der DRK-Kreisverband Hünfeld wird laut Fennel als Leistungserbringer des Rettungsdienstes im Hünfelder Land künftig auch für die Gestellung von Notärzten sorgen. Dazu wurde die "DRK Notarzt- und Sozialdienst Hünfeld GmbH" gegründet. Das DRK übernimmt damit eine Aufgabe der "Helios St.-Elisabeth-Klinik", die die Personalgestellung zum Jahreswechsel eingestellt hatte, "da sie ihr bisheriges Konzept mit Honorarärzten aufgrund neuer Rechtssprechung zur Scheinselbstständigkeit nicht mehr aufrechterhalten konnte". 

Vom Landkreis Fulda als zuständigem Rettungsdienstträger war daraufhin ein neuer Leistungserbringer ausgewählt und der DRK-Kreisverband Hünfeld beauftragt worden, neben den Notarzteinsatzfahrzeugen mit Personal auch für die Gestellung von Notärzten zu sorgen. Fennel dankte Reith dafür, dass der DRK-Kreisverband Hünfeld bei diesem "historischen Einschnitt" stete Rückendeckung des Landkreises erhalten habe.

 Nach einer Übergangszeit im ersten Quartal, in der der Landkreis Fulda diese Aufgabe selbst übernommen hatte, startete der DRK-Kreisverband Hünfeld am 1. April mit der neuen Gesellschaft. Die beauftragten Notärzte, die im Rahmen des Rettungsdienstes eingesetzt werden und über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen verfügen, kommen aus Krankenhäusern oder Arztpraxen.

Deren ärztliche Leitung hat Stephan Horenkamp übernommen, der seit etwa 20 Jahren nebenberuflich als Notarzt tätig ist. Einen Notarzt zu finden, sei keine leichte Aufgabe gewesen, so Fennel, "denn gute Ärzte stehen nicht Schlange." Insgesamt hatten sich auf eine entsprechende Ausschreibung zwei Bewerber gemeldet, darunter eben Horenkamp. Der nicht der einzige Notarzt an der Wache in Hünfeld bleiben soll, denn das DRK hofft, mindestens noch eine halbe Stelle besetzen zu können.

Horenkamp selbst betonte, die Stelle sehr gerne angenommen zu haben und sprach von einem "sehr angenehmen Arbeiten, gemeinsam mit einem hochqualifizierten Rettungspersonal".

Die Gesamtverantwortung für den Krankentransport, den Rettungsdienst und den Notarztstandort hat DRK-Kreisgeschäftsführer und Rettungsdienstleister Knittel. Zuständig ist man für 35 000 Einwohner auf rund 350 Quadratkilometern, etwa einem Viertel des Landkreises Fulda. Pro Jahr fallen etwa 5000 Einsätze an, davon 1000 mit dem Notarztwagen.  

  

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