Rhöner Quellen voller Leben

Quellenexkursion des Biosphrenreservats sowie der Brauereien Hochstift und Will Bru am Kesselrain Rhn. Das Hochstiftliche Brauhaus F

Quellenexkursion des Biosphrenreservats sowie der Brauereien Hochstift und Will Bru am Kesselrain

Rhn. Das Hochstiftliche Brauhaus Fulda und Will Bru in Motten hatten gemeinsam mit dem Biosphrenreservat Rhn zu einer Quellenexkursion am Kesselrain eingeladen. Bei herrlichem Frhsommerwetter nahmen ber 60 Personen, darunter viele Kinder, teil. Unter der Fhrung von Stefan Zaenker, Vorsitzender des Landesverbandes der Hhlen- und Karstforscher Hessen, erhielten die Besucher Informationen aus erster Hand ber den geheimnisvollen Lebensraum der Quellen.

Mitnichten ist klares Quellwasser frei von Lebewesen. Denn, so unterstrich Zaenker, in unserem Grundwasser tummelt sich eine bislang noch vielfach unerforschte Lebenswelt. Quellen sind das Tor zu dieser Unterwelt. Grundwassertiere werden mit den Quellen herausgesplt oder kommen ganz bewusst zur Nahrungsaufnahme an die Oberflche. Dabei sind diese meist winzig kleinen Tierchen lebensnotwendig. Durch ihr Gewusel in den Grundwasserschichten halten sie die Poren frei und verhindern so ein Verschlammen.

Am Nordhang des Heidelsteins erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann einen sehr konkreten Anschauungsunterricht vom reichen Leben der Quellen. Rasch hatten sie in Becherlupen die etwa vier Millimeter langen Alpenstrudelwrmer oder auch die nur zwei Millimeter groen Rhnquellschnecken gefangen. Auch ein etwa ein Zentimeter langer weier, augenloser Grundwasserkrebs wurde von Alt und Jung bestaunt.

Stefan Zaenker ist sich sicher, dass der Kesselrain noch viele Geheimnisse birgt. Die Quellwlder dieses Naturschutzgebiets bezeichnete der Quellenexperte als europaweit bedeutsam. Am Beispiel der gefassten Ulsterquelle machte der Experte aber auch deutlich, wie es nicht sein sollte. Gefasste Quellen seien ein massiver Eingriff in die Lebenswelt der Quellen. Eingriffe in Quellen verstieen gegen EU-Recht. Zaenker appellierte daher, nicht mehr genutzte Quellfassungen mglichst zurckzubauen.

Martin Kremer, Sachgebietsleiter Biosphrenreservat beim Landkreis Fulda, machte deutlich, dass dies auch der Ansatz des Sponsorings der Brauereien Hochstift und Will Bru fr das Biosphrenreservat sei. Mit den Einnahmen aus der sechswchigen Verkaufsaktion wolle man gezielt Quellen renaturieren. Julia Klesper und Steffen Leib, Vertreter der beiden Brauereien, dankten Zaenker und dem Biosphrenreservat fr das Engagement und sehen sich mit ihrer Aktion auf dem richtigen Weg, um einen Beitrag zum Schutz der vielfltigen Natur der Rhn zu leisten.

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